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Näher am Patienten

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LUXEMBURG - Das CRP-Santé war im letzten Jahr vor allem in der Krebsforschung aktiv. Des Weiteren wurden mehr wissenschaftliche Artikel verfasst, als jemals zuvor.

Das richtige Medikament finden, um jeden einzelnen Patienten behandeln zu können, das sei das Prinzip der «personenbezogenen Medizin», heißt es in einer Mitteilung des CRP-Santé. In diesem Zusammenhang spielen die Froschungseintrichtungen eine wichtige Rolle. Das CRP-Santé nähere sich diesem Ziel von Tag zu Tag.

So wurde im letzten Jahr zum Beispiel ein Projekt durchgeführt, das die Heilungschancen von Lungenkrebs-Patienten verbessern soll. Das Forschungszentrum begrüßt in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit den Patienten. Es wurden etwa 400 Proben analysiert. Ziel war es herauszufinden warum einige Patienten auf die Chimiotherapie reagieren und andere nicht. Partner bei diesem Projekt waren verschiedene US-Forschungstzentren.

Individuelle Betreuung

Die Nähe zum Patienten zähle, heißt es weiter in der Mitteilung. Jeder Kranke müsse individuell betreut werden. Deshalb habe Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo 2011 entschieden ein nationales Krebs-Register einzuführen. Das CRP-Santé war maßgeblich an der Ausarbeitung dieses Verzeichnisses beteiligt. Es wurde offiziell am 15. Mai 2012 vorgestellt.

Die Forschungseinrichtung hat im vergangenen Jahr 107 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, 16 Prozent mehr als 2011.

Studenten-Betreuung

Das CRP-Santé beschäftigt im Augenblick etwa 250 Personen. Um die Forschung auch in Zukunft vorantreiben zu können, betreut das Forschungszentrum Studenten. In den letzten zwei Jahren wurden 18 Studenten eingestellt. 17 Studenten haben ihre Doktor-These mithilfe des CRP verteidigt. 72 Prozent der Studenten, die im CRP-Santé arbeiten kommen aus der Großregion (Universitäten von Saarbrücken, Liège, Strasburg, Trier und Universität von Lothringen), 12 Prozent studieren an der Universität von Luxemburg und 16 Prozent sind an anderen europäischen Hochschulen eingeschrieben.

Auch sollen die Kooperationen mit anderen Universitäten und Forschungseinrichtungen intensiviert werden. 62 Prozent der 154 durchgeführten Projekte werden in Zusammenarbeit mit Partnern realisiert. Das CRP-Santé arbeitet unter anderem eng mit den Luxemburger Krankenhäusern zusammen. 19 Projekte wurden zusammen mit dem CIEC (Centre d’Investigation et d’Epidémiologie Clinique) durchgeführt. Im ganzen acht neue Studien gestartet, an denen 1.370 Patienten teilnehmen. Es wurden aber auch Kooperations-Verträge mit US-Forschungszentren und dem Laos unterzeichnet.