Auch 24 Stunden nach dem tragischen Unfall am Baggersee, bei dem ein 16-jähriger Junge aus einem Heim in Luxemburg ertrank, bleiben verschiedene Fragen unbeantwortet. Gab es Fehler bei der Aufsicht der Gruppe von Jugendlichen? Warum konnte der junge Mann nicht von den Kameraden gerettet werden, bevor er unterging? Warum gibt es an der Unfallstelle kein Badeverbotsschild, ist doch gewusst, dass der Untergrund an der Stelle gleich vom Ufer aus steil in eine Tiefe von fünf bis sechs Meter abfällt?
Gleich nach dem Unfall waren weder die Jugendlichen noch ihre Begleiter ansprechbar, da sie alle verständlicherweise alle unter Schock standen und zuerst einmal psychologische Hilfe brauchten. Ob es nun zu einer Verletzung der Aufsichtspflicht kam, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben.
Wie uns der Erste Schöffe der Gemeinde Schengen, Michel Gloden, auf Anfrage hin bestätigte, soll die Gruppe erst kurz vor dem tragischen Unfall an diesem Ort angekommen sein. Die Begleiter hätten die Jugendlichen darauf hingewiesen, nicht ins Wasser zu gehen und doch seien zwei direkt am Ufer knöchelhoch ins flache Wasser gestiegen. Was sie und das spätere Opfer aber nicht wussten, ist die Tatsache, dass das Wasser an dieser Stelle wenige Zentimeter weiter gleich eine Tiefe von fünf bis sechs Metern hat (Link).
Rettungsversuche
Der 16-Jährige sei im erwähnten flachen Teil ausgerutscht und sei gleich untergegangen. Die zwei, die kurz zuvor noch neben ihm standen, und unseren Informationen nach ebenfalls nicht schwimmen konnten, hätten noch versucht, die Hände bzw. Arme des jungen Mannes zu ergreifen, doch alle Rettungsversuche missglückten. Der junge Mann sei nach nur wenigen Sekunden untergetaucht .
Die sehr schnell vor Ort eingetroffenen Feuerwehrleute (das Gebäude der technischen Dienste der Gemeinde befindet sich gleich in der Nähe der Baggersee und viele Gemeindearbeiter sind auch Mitglied bei der hiesigen Feuerwehr) seien gleich getaucht, doch die Sicht unter Wasser sei sehr schlecht gewesen. Erst später haben Taucher den leblosen Körper am Boden des Sees gefunden.
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