Unter #ISISMovies machen sich Twitter-User über die Terrormiliz IS lustig – mit Verballhornungen von Filmtiteln, Magazin-Covers und Werbungen. Die Aktion ruft auch Kritiker auf den Plan.
Mit Humor gegen IS-Terror: "Star Wars: Return of the Jihadi" spielt auf den Film "Return of the Jedi" ("Rückkehr der Jedi-Ritter") an. (Twitter)
Mickey Mouse ist überall. (Twitter)
"Romancing the stone-age" ("Die Steinzeit umwerben") spielt auf den Film "Romancing the Stone" ("Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten") an. (Twitter)
"ISIS got talent" ("Isis hat Talent") spielt auf die TV-Talentshow "America's Got Talent" ("Amerika hat Talent") an. (Twitter)
Hier veränderte der User eine Uhrenwerbung. Es ist eine Anspielung auf die teure Uhr, die der IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi bei seiner Predigt in einer Moschee in Mosul hielt: "Baghdadis Wahl - von Omega. Erhältlich in allen Isis-Läden in Syrien und dem Irak." Hierzu ist festzuhalten, dass nie eindeutig festgestellt wurde, welche Marke der Islamistenführer tatsächlich trug. (Twitter)
"To kill a mocking kurd" ("Einen spottenden Kurden töten") spielt auf den Film "To Kill a Mockingbird" ("Wer die Nachtigall stört") an.
Dieser User nahm das Hochglanz-Magazin "Vogue" als Vorlage. Seine Titel lauten etwa "Deshalb ist Khaki wieder in", "8 Gründe, warum der Bart out ist" oder "Modetipps fürs Kalifat geben deinen Dschihadisten-Kumpels das Gefühl, etwas Besonderes zu sein". (Twitter)
(Twitter)
Während der Westen über ein militärisches Eingreifen im Kampf gegen den «Islamischen Staat» (IS, früher Isis) debattiert, entdecken Twitterer weltweit den Humor als Waffe gegen die Terroristen. Unter #ISISMovies machen sich User über die IS-Kämpfer lustig – mit Wortspielen, die an die Titel bekannter Filme erinnern. Der Hashtag verbreitete sich im August in Windeseile und enthält mittlerweile auch Anspielungen auf TV-Serien, Magazin-Covers, Songtitel und Werbungen (siehe Diashow).
Nicht alle schätzen die Aktion. Auf Twitter melden sich auch Menschen, die es nicht verstehen, wie man angesichts des Horrors, den die Terroristen verbreiten, noch lachen kann. Sie kritisieren, dass man mit solchen Satiren die Gräueltaten der IS-Terroristen trivialisiert, wie die australische «News» schreibt.
Gerade der Humor sei eine mächtige Waffe gegen solche Gruppierungen, halten andere dieser Kritik entgegen.
«Manchmal muss man jemanden lächerlich machen, wenn man ihn in ein schlechtes Licht setzen will», verteidigte etwa die Schriftstellerin Hend Amry laut der «Huffington Post» die Twitter-Kampagne.
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