#Agriculteurs > Des éleveurs en colère ont lâché ce mercredi des cochons dans un supermarché à #Agen
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— iTELE (@itele) 22. Juli 2015
Wütende Schweinezüchter demonstrieren in Frankreich vor Supermärkten und Schlachthöfen. Die Protestaktionen fanden im Westen und Südwesten des Landes statt. Den Landwirten passen die von der Regierung angekündigten Subventionen in Höhe von 600 Millionen Euro nicht.
Mehrere hundert Bauern gossen Mist und Gülle vor Supermärkte und versperrten den Zugang zu den Gebäuden mit Schutt und Reifen. Die Viehzüchter blockierten zahlreiche Strassen, unter anderem um Lyon sowie beim weltbekannten Klosterfelsen Le Mont-Saint-Michel in der Normandie, mit Einkaufswagen und Traktoren. Auf Bannern trugen sie die Parole «guerre des prix, prix de la guerre». In Agen trieben die Demonstranten Schweine durch einen Supermarkt.
Straßen blockiert
Der Chef des Bauerndachverbandes FNSEA, Xavier Beulin, erwartet weitere Aktionen in den kommenden zwei bis drei Tagen. Die Bauern müssten ihre Wut ausdrücken, sagte er dem Sender Europe 1. Die Hilfspläne der Regierung beträfen nur kurzfristige Maßnahmen, die es erlaubten, die kommenden Wochen zu überstehen.
Die Viehzüchter hatten bereits in den vergangenen Tagen mit Traktoren zahlreiche Straßen blockiert. Fotos zeigten auch Reifenstapel. Die Regierung kündigte am Mittwoch an, ihnen mit dem Erlass von Abgaben, Zahlungsaufschüben und Hilfen bei der Umschuldung im Gesamtumfang von 600 Millionen Euro unter die Arme zu greifen.
Präsident François Hollande traf am Donnerstag in Dijon mit Vertretern der Agrarverbände zusammen, um die Lage zu entschärfen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums sind 20.000 französische Viehzüchter von der Pleite bedroht; Rinder- und Schweinezüchter sowie Milchproduzenten litten besonders unter niedrigen Marktpreisen.
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