Frankreichs neu gewählter Präsident François Hollande fuhr während der prunkvollen Parade in einem offenen Armeefahrzeug. An der Seite Hollandes zeigte sich erstmals wieder dessen Lebensgefährtin Valérie Trierweiler bei einem offiziellen Termin in der Öffentlichkeit.
Zwischen Trierweiler und Hollandes ehemaliger Lebensgefährtin und der Mutter seiner vier Kinder, der sozialistischen Spitzenpolitikerin Ségolène Royal, war es zu Differenzen gekommen. Vor der Wahl zur Nationalversammlung hatte Trierweiler im Kurznachrichtendienst Twitter den Gegenkandidaten von Royal unterstützt. Dies hatte Hollande den ersten Skandal seiner Amtszeit beschert. Er hatte zuvor versprochen, sein Privatleben aus der Öffentlichkeit rauszuhalten. Hollande wollte sich in einem mit Spannung erwarteten Fernsehinterview auch zu der Familienkontroverse äußern.
An der Parade zum Nationalfeiertag nahmen nahezu 5000 Soldaten, Hunderte Pferde und Militärfahrzeuge sowie Dutzende Kampfflugzeuge und Hubschrauber teil. Auch Soldaten eines Jägerbataillons der Bundeswehr waren dabei, um an den 50. Jahrestag der deutsch-französischen Aussöhnung zu erinnern.
Bei der Parade verletzte sich ein Fallschirmjäger bei der Landung vor den Augen des Präsidenten der Republik am Bein. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht.
Das Ausland feiert mit
In allen Städten des Landes finden Feiern statt. Und auch die Franzosen im Ausland treffen sich, um den 14. Juli zu zelebrieren.
Luxemburg beteiligt sich ebenfalls am französischen Nationalfeiertag. In der luxemburgisch-französischen Grenzstadt Esch/Alzette findet traditionell der «Französische Tag» statt, eine Art Braderie, mit Verkaufsständen und viel Animation. Ziel dieses Tages ist es, den Franzosen zu ermöglichen, einen gemütlichen Tag zu verbringen und parallel die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu pflegen, heißt es.
Zu Demaart
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