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Mietbeihilfe für 19.000 Haushalte

Mietbeihilfe für 19.000 Haushalte
(dpa)

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Die Mietpreise in Luxemburg sind in den vergangenen 14 Jahre regelrecht explodiert. Staatliche Mietzuschüsse sollen einkommensschwachen Haushalten ab kommenden Jahr unter die Arme greifen.

Zwischen dem ersten Trimester 2005 und dem vierten Trimester 2014 sind die Mietpreise für Häuser um 23,5 Prozent und jene für Wohnungen um 39,2 Prozent gestiegen. Um einkommensschwache Haushalte vor diesem gefährlichen Trend zu schützen, will die Regierung staatliche Mietzuschüsse einführen.

Weil die Preise von Einzimmerwohnungen und kleinen Appartments innerhalb der letzten neun Jahre um 40,5 Prozent beziehungsweise 48,5 Prozent gesteigen sind, und 37 Prozent der Mieter solcher Wohnungen im Jahr 2013 unter der Armutsrisikoschwelle liegen, gilt es besonders diese Risikogruppe zu schützen. Der Staatssekretär im Wohnungsbauministerium Marc Hansen, stellte am Mittwoch vor diesem Hintergrund die großen Linien des bereits von der vorherigen Regierung entworfenen und nun überarbeiteten Gesetzesprojektes vor.

19.000 Haushalte erfüllen Kriterien

Damit der Staat einkommenschwache Haushalte unterstützt müssen diese drei Bedingungen erfüllen. Erstens müssen sie ihre Wohnung auf dem Privatmarkt mieten. Zweitens muss mehr als ein Drittel des Einkommens für die Miete ausgegeben werden. Drittens muss der Haushalt unter der Schwelle der Einkommenschwachen Haushalte liegen. Laut Hansen entsprechen circa 19.000 Haushalte diesen Kriterien.

Erfüllt ein Haushalt diese Kriterien stehen ihm je nach Zusammensetzung zwischen 124 und 273 Euro zu. Das Gesetz zum Mietszuschuss wird frühestens am 1. Januar 2016 in Kraft treten und kostet den Staat in etwa 20 Millionen Euro pro Jahr.

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