Seit Längerem beklagt die Vereinigung der Lehrbeauftragten in Luxemburg, die Association des Chargés de l’Enseignement National (ACEN) «eklatante Defizite» bei den Arbeitsbedingungen von ihren Mitgliedern. Wie man die «Ergebnisse jahrelanger verfehlter Politik» ändern kann, besprach die Vereinigung am Dienstag mit dem zuständigen Minister Claude Meisch (DP).
Bildungsminister Meisch hat «schnelle Verbesserungen» versprochen, so die ACEN in einer Mitteilung am Mittwoch. Diese betreffen sowohl die Aufgabe als auch die Entlohnung der Lehrbeauftragten, heißt es.
Konkrete Vorschläge
Jetzt liegt der Ball beim Ministerium. Die Vereinigung der Lehrbeauftragten erwartet, dass bei den kommenden Treffen mit Claude Meisch konkrete Verbesserungsvorschläge auf den Tisch gelegt werden. Zumal durch die Reform im öffentlichen Dienst die «Chargés» noch mehr, als bisher belastet werden.
Auch sie müssen die doppelte Anzahl von Weiterbildungen absolvieren, obwohl ihr Arbeitspensum schon jetzt zu hoch ist, kritisiert die ACEN. Hinzu kommen die Sparmaßnahmen im Bildungswesen, die auch die Lehrbeauftragten betreffen.
Anerkennung von Abschlüssen
Die ACEN begrüßt, dass durch die Reform im öffentlichen Dienst, Angestellte wie die «Chargés» nach 15 Jahren ins Beamtenstatut aufgenommen werden.
Ein Kritikpunkt bleibt auch weiterhin die Anerkennung der Bildungsabschlüsse der Lehrbeauftragten. In diesem Zusammenhang fordert die ACEN die Regierung auf, die Diplome der «Chargés» genau so anzuerkennen, wie dies bei anderen Ministerien der Fall ist.
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