«Es gibt einen Unterschied zwischen einem Angriff auf Menschen und einem Angriff auf Ideen», sagte der 65-Jährige am Montag in Berlin bei der Vorstellung seiner Autobiografie. Auch Religion müsse sich deshalb Spott und Kritik gefallen lassen. «Über den Papst stehen jeden Tag irgendwelche Witze in den Zeitungen, ohne dass Katholiken deshalb die Welt die Luft sprengen», sagte er mit Blick auf die Empörung in der islamischen Welt über das Mohammed-Video.
" class="infobox_img" />Salman Rushdie verteidigt die Meinungsfreiheit gegenüber dem Islam. (dpa)
Rushdies mit Spannung erwartete Autobiografie war vor zwei Wochen in 27 Ländern gleichzeitig erschienen. Auf über 700 Seiten schildert er darin erstmals detailliert, wie er die Jahre des Todesurteils durch den iranischen Ajatollah Khomeini erlebte. «Ich fühle mich nicht wie die Freiheitsstatue», sagte er in Berlin, seiner einzigen Station in Deutschland. Er habe selbst auch Fehler gemacht und Dinge anders getan, als er sie hätte tun sollen.
Das Buch trägt den Titel «Anton Joseph» – Rushdies Deckname während seiner Jahre im Untergrund. Khomeini warf ihm vor, in seinem Roman «Die satanischen Verse» den Islam, den Propheten und den Koran beleidigt zu haben. Auf Rushdie wurde ein Kopfgeld von mehreren Millionen Dollar ausgesetzt.
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