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Mehr Sicherheit für islamisches Zentrum

Mehr Sicherheit für islamisches Zentrum
(Faussems)

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Der Angreifer, der am Samstag in einem islamischen Zentrum in Mamer einen Mann mit einem Messer attackierte, ist nach wie vor auf freiem Fuß.

Nach der Messerattacke vom Samstag im „Centre culturel islamique de Luxembourg“ (CCIL) in Mamer (Link) teilte das islamische Zentrum am Montag auf seiner Homepage mit, dass es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ergreifen werde, bis dass die Hintergründe der Tat aufgeklärt seien.

Das CCIL macht außerdem einen Aufruf, dass jeder, der Informationen zum Vorfall haben könnte, sich bei der Polizei melden solle (am einfachsten unter der Notrufnummer 113).

Täterbeschreibung

Hier noch einmal die Täterbeschreibung, wie sie von der Polizei am Samstag durchgegeben wurde: männlich, klein und gedrungen, Bartträger, sprach Englisch. Der Mann könnte vom Balkan stammen, heißt es weiter.

Nun stellt sich nach so einer Tat notgedrungen – wenn das Tatmotiv nicht persönlicher Natur gewesen wäre – die Frage, ob die Attacke möglicherweise einen islamfeindlichen Hintergrund gehabt haben könnte. Dazu wollen – verständlicherweise – weder Polizei noch der Imam des Zentrums oder andere CCIL-Verantwortliche eine Aussage machen.

Inexistent

Laut Tageblatt-Informationen könnten die „mesures de sécurité renforcées“ – eigentlich waren diese bisher inexistent, der Mann hätte auch mit einer Kalaschnikow aufkreuzen können – aber nicht nur aus der Bewachung des Eingangs und/oder einer Kamera zum Aufzeichnen bestehen, sondern ebenfalls in persönlichen Schutzmaßnahmen für den Imam.

Für die am Samstag anwesenden Personen im CCIL war der Täter nämlich gänzlich unbekannt: noch niemand hatte ihn zuvor dort gesehen. Das Opfer, ein Koran-Instruktor, hielt anschließend an einen Kurs das Gebet ab – was normalerweise der Imam tut, der aber am Samstag verhindert war.

Dass demnach die Funktion des Geistlichen und nicht die Person visiert war, kann deshalb allem Anschein nach nicht ausgeschlossen werden. Denn der Mamer Imam hat einen gewissen Bekanntheitsgrad, eine „Verwechslung“ wäre eher unwahrscheinlich. Andere anwesende Personen hat der Täter nicht angegriffen.

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