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Mehr Rechte für Tiere

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LUXEMBURG - Eine Online-Petition fordert strengere Strafen für Tierquäler. Fast 6.000 Bürger schlossen sich der Forderung an. Tiere sollen als Lebewesen mit Rechten anerkannt werden.

In den vorigen Monaten berichteten die Medien über mehrere Fälle von misshandelten Hunden und Katzen sowohl im Ausland wie auch im Inland. Für so manche Zeitgenossen scheint Tierquälerei eine Art moderner Zeitvertreib zu sein.

Im vorigen Februar z.B. wurde in Rodange eine Katze gefunden, die schwer misshandelt worden war.

Laut dem „Déifferdenger Déiereschutz“ hatte die Katze Verbrennungen am Kopf und zugeklebte Lider. An den Vorderpfoten war die Haut bis zum dritten Grad verbrannt, an den Pfoten war wegen der Hitze keine Haut mehr vorhanden.

Meldungen von Tierquälereien wie diesen tauchen regelmäßig in den Medien auf. Diesem Tun wollte Daniel Freres aus Remich nicht länger tatenlos zusehen. Über die Website des Parlaments startete er eine Unterschriftensammlung.

Freres fordert mehr Respekt vor Lebewesen im Allgemeinen und eine entsprechende Gesetzesänderung. Vergehen gegen Tiere sollen im gleichen Maß bestraft werden wie solche gegen Menschen.

Kein Kavaliersdelikt

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt. Freres will auch, dass gegen die Tierhaltung in den Zirkussen etwas unternommen wird. Einem Zirkus, der Tiere in Käfigen hält, soll der Aufenthalt in Luxemburg verboten werden.

Genau die gleichen Rechte wie für Menschen will Freres dann doch nicht. Seine Forderungen gehen nicht so weit, dass er z.B. den Verzehr von Tierfleisch verbieten will. Alles komme auf die artgerechte Tierhaltung an. Auch gegen die Jagd hat Freres prinzipiell nichts einzuwenden. Es sei eine jahrhundertalte Tradition, die auch ihre guten Seiten habe. Nicht einverstanden ist er mit Treibjagden, bei denen es nur darum gehe, ein Maximum von Tieren zu erlegen, um sie nachher zu verkaufen.

Minimalziel erreicht

Im Gegensatz zu den meisten der bisher insgesamt 399 Petitionen hat diese Petition das Minimalziel von 4.500 Unterschriften erreicht. Demnach muss sich auch das Parlament mit der Thematik befassen. In den zuständigen Parlamentskommissionen wird eine öffentliche Debatte organisiert, im Beisein von maximal sechs Unterzeichnern der Petition und dem zuständigen Minister.

Die Einladung des Parlaments, ihn zusammen mit dem Initiator einer ähnlichen Initiative für den Tierschutz zusammen anzuhören, lehnte Daniel Freres ab. Man würde ja auch nicht bei Parlamentswahlen die Stimmen von zwei verschiedenen Parteien zusammenzählen.

5.720 Unterschriften hatte die Initiative bis Donnerstag 16.00 Uhr erhalten. Die Petition mit der Nummer 354 kann noch bis Freitag (20.06.14) unterschrieben werden.