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Mehr Männer als Frauen

Mehr Männer als Frauen
(Isabella Finzi)

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Im Luxemburger Rettungswesen sind die Männer nach wie vor tonangebend. Das entspricht dem normalen Anteil an Männern am gesellschaftlichen Leben in Luxemburg.

86 Prozent Männer und 14 Prozent Frauen bei der Feuerwehr, 69 Prozent Männer und 31 Prozent Frauen bei den Krankenwagen, im Rettungswesen («Sauvetage») 88 Prozent Männer und 12 Prozent Frauen und bei Spezialeinheiten 74 Prozent Männer und 26 Prozent Frauen: Dies sind die Zahlen, die die Ministerin für Chancengleichheit Lydia Mutsch mitgeteilt hat. Sie sind aus dem Jahre 2013 und wurden vom Cefis ermittelt («Centre d’études et de formation interculturelles et sociales»).

Damit entspricht das Rettungswesen in etwa dem Bild, das sich einem insgesamt bietet, wenn man auf die Beteiligung von Männern und Frauen in Vereinen oder sonstigen Vereinigungen blickt. Laut einer Studie von CEPS/Instead aus dem Jahre 2010 liegt der Anteil an Männern in Vereinen bei etwa 72 Prozent. Und nur 23 Prozent der Vereine werden von einer Frau geleitet.

Neue Studie

Diese Zahlen hatte die Abgeordnete Josée Lorsché zum Anlass genommen, eine entsprechende Frage an die Ministerin zu richten. Etwa 1.400 Frauen waren im Jahre 2013 im Luxemburger Rettungswesen aktiv. Die Ministerin teilte auch mit, dass Luxemburg vor dem Hintergrund seiner EU-Präsidentschaft ab Juli dieses Jahres eine Studie über Frauen auf Entscheidungsebenen beim Europäischen Institut für die Gleichheit von Männern und Frauen (EIGE) in Auftrag gegeben habe.

Dabei sollen nicht nur die traditionellen Bereiche Politik und Wirtschaft berücksichtigt werden, sondern zum ersten Mal auch das gesellschaftliche Leben. Als Beispiele werden das akademische Milieu oder der Sport genannt. Hier kann die Ministerin darauf verweisen, dass der Anteil der Frauen an den sogenannten «Médico-sportifs»-Examen von 19,7 Prozent im Jahre 1976 auf 28,7 Prozent im Jahre 2013 gestiegen ist.

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