Durch die angekündigten Sparmaßnahmen der Regierung könnten in Zukunft in den luxemburgischen Tages- und Wochenzeitungen auch die öffentlichen Ausschreibungen («Avis») wegfallen. Die Pläne der Regierung sehen vor, dass sie nur noch im Internet veröffentlicht werden sollen. Dies sorgt für Unmut in der Medienlandschaft.
Der Journalistenverband ALJ («Association luxembourgeoise des journalistes») spricht in einer Mitteilung von Samstag von einer Sparwut der Regierung: «Stellt sie (Regierung) diese Veröffentlichungen nun ein, geht es bei weitem nicht nur um das Geld, das den einzelnen Zeitungsverlagen und damit auch ihrer Belegschaft durch die entgangenen Anzeigen verloren geht. Das ist unserer Meinung nach nur ein kollateraler Schaden dieser Entscheidung. Viel schlimmer ist, dass diese Regierung, die sich bei ihrem Antritt völlige Transparenz und Informationsfreudigkeit in Großbuchstaben auf die Fahne geschrieben hatte, nun zeigt, dass sie das Weiterleiten von Informationen an die Bürger entgegen ihren Versprechungen keinesfalls ernst nimmt.
Es ist viel mehr als nur eine Sache des Geldes.»
Die ALJ kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. Der Journalistenverband ruft in diesem Zusammenhang zu einen verantwortungebewussten Handeln auf.
Zu Demaart
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