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Maria bleibt in Griechenland

Maria bleibt in Griechenland
(dpa)

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Das blonde Roma-Mädchen Maria, das im vergangenen Oktober bei einer fremden Familie in Griechenland aufgetaucht war, bleibt in der Obhut einer griechischen Kinderschutzorganisation.

Die heute fünfjährige Maria wird bis auf weiteres bei der Kinderschutzorganisation «Das Lächeln des Kindes». Dies entschied am Samstag ein Gericht in der griechischen Stadt Larissa. Wie die Athener Nachrichtenagentur ANA-MPA meldet, entzog das Gericht den Zieheltern das Sorgerecht und lehnte zugleich ein Gesuch der staatlichen bulgarischen «Agentur zum Schutz des Kindes» ab, die sich um Maria kümmern wollte.

Das Mädchen stammt aus Bulgarien und wurde Mitte Oktober in einer Roma-Siedlung im mittelgriechischen Ort Frasala entdeckt.
Der «kleine blonde Engel», wie die griechische Boulevard-Presse Maria nannte, war wegen der hellen Haut, des blonden Haares und der blauen Augen aufgefallen. Schnell kam der Verdacht auf, Maria könnte entführt worden sein, was auch international für Aufsehen erregt hatte. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht.

Die Zieheltern, ein Roma-Ehepaar mit weiteren 14 Kindern, hatten Maria als ihr eigenes Kind angemeldet. Sie sollen das Kind zum Betteln geschickt haben, wie die Polizei und die Justiz vermuten. Inzwischen ist durch einen DNA-Test die leibliche Mutter des Kindes bekannt. Es ist eine 35 Jahre alte bulgarische Roma-Frau.