Reich-Ranicki, der aus einer deutsch-polnischen Familie stammte und als Jude in Berlin aufwuchs, hatte das Warschauer Ghetto überlebt. 1958 kehrte er nach Deutschland zurück. Im März 2013 hatte Reich-Ranicki, der in Frankfurt lebte, seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.
Einem großen Publikum wurde der Kritiker mit der ZDF-Sendung «Das Literarische Quartett» bekannt. Neben zahlreichen anderen Büchern veröffentlichte er 1999 seine Autobiografie «Mein Leben», die zum Bestseller wurde. Das Buch wurde nach Verlagsangaben mehr als 1,2 Millionen Mal verkauft.
Kritiker
Bis ins hohe Alter gab der scharfzüngige Kritiker in der Literaturszene die Richtung vor. Er schrieb noch regelmäßig für die «Frankfurter Allgemeine SonntagsZeitung».
Bis August 2006 trat Reich-Ranicki auch noch in Sondersendungen des «Literarischen Quartetts» auf. Reich-Ranicki wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen und Ehrendoktorwürden geehrt. Seine Frau Teofila («Tosia») starb im April 2011 im Alter von 91 Jahren.
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