In ihrer Pressemitteilung erklären sie ihre Sicht auf die Neugründung. Zuerst stellen sie fest, dass die «Europa-Scouten» eigentlich denselben Zweck haben, wie die anderen aktuell bestehenden Pfadfinderföderationen auch und es offenbar keinen Grund für eine Neugründung gebe.
Für die AHA reicht die Erklärung, dass die «Europa- Scouten» eine Gegenoffensive der Kirche sei nicht aus: «Kann es nicht auch sein, dass Jesuit Hollerich einfach nur mit einer radikaleren Bewegung von der katholischen Ausrichtung der LGS ablenken will.», fragen sie in ihrer Pressemitteilung. Für sie hat dies Ähnlichkeit mit dem Verhalten der CSV auf politischer Ebene, die sich, im Vergleich zur ADR, in der Mitte der Gesellschaft sieht.
Noch höhere Ziele?
Sie gehen noch weiter in dem sie fragen, ob es nicht um noch höhere Ziele geht, wie «z.B. den bereits ergatterten Sitz der Vatikanjugend im Europarat zu stärken» und dann stärker gegen weltliche Verbände vorzugehen. Genau dies würden nämlich momentan die «European Humanist Federation» (EHF) und die «International Humanist and Ethical Union» (IHEU), denen auch AHA angehört, erleben.
Hauptsächlich, so schreibt die Allianz, ging es dabei um die «Manipulation und Indoktrination mit katholischen Ideen, um Einflussnahme und Macht.»
Zu den «Europa-Scouten» haben sich auch schon die anderen Pfadfinderverbände zu Wort gemeldet. In einer vor kurzem öffentlich gemachten Presseerklärung hatte sich der Dachverband der Luxemburger Pfadfinderverbände, die „Association Scouting in Luxembourg“ (SIL), von den knapp vor einem Jahr gegründeten „Europa Scouten vu Lëtzebuerg“ distanziert.
Zu Demaart
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