Bei der Auflösung der Luxemburger Gesellschaft „Excell Life International“ wurde festgestellt, dass knapp 200 Belgier, die dort eine Lebensversicherung abgeschlossen hatten, um ihr Geld betrogen wurden. Dies schreibt „Le Soir“ am Samstag. Es handele sich dabei um rund 20 Millionen Euro.
Das Unternehmen hatte im Laufe der Zeit das Kapital seiner Kunden abgesaugt und gegen Vermögen zweifelhafter Herkunft via Luxemburg ersetzt. Auch besteht der Verdacht, dass das Kapital als Basis für sogenannte „assurances toxiques“ fungierte.
Faules Kapital
Die 200 Belgier hätten demnach Verträge unter der Bezeichnung „branches 23“ unterschrieben. Bei dieser Art von Lebensversicherung gibt es keine Vermögensgarantie und das Kapital wirft keine Rendite ab.
Diese Luxemburger Fonds würden im Regelfall nur an professionelle Investoren vergeben. Doch in diesem Fall seien solche Verträge auch in die Hände von Privatpersonen gelandet, da es sich um Lebensversicherungen handelte, schreibt „Le Soir“. Diese Kapitalanlagen seien heute schwer wiederzuerlangen, unterstreicht das Blatt.
Zurzeit läuft ein Gerichtsverfahren, bei dem unter anderem gegen das Unternehmen „Excell Life International“ sowie gegen den Luxemburger Staat Anklage erhoben wurde.
Zu Demaart
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