Donnerstag22. Januar 2026

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«Luxemburger in der Polizei des NS-Staates»

«Luxemburger in der Polizei des NS-Staates»
(dpa)

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Von 1940 bis 1945 stand eine Luxemburger Freiwilligen-Kompanie im Dienst der Deutschen Polizei. Eine Austellung in Weimar widmet sich dem brisanten Thema.

Die «Thüringische Landeszeitung» berichtet auf ihrer Webseite über die Ausstellung «Luxemburg in der Polizei des NS-Staates», die am 9. April 2015 im Thüringischen Hauptstaatsarchiv eröffnet wurde. Gezeigt werden Dokumente über die luxemburgische Freiwilligen-Kompanie, 450 Mann an der Zahl, die von Dezember 1940 bis Mai 1941 in Weimar ausgebildet wurde. Mehrere Mitglieder dieser Kompanie wurden anschließend auf verschiedene Standorte versetzt, 200 blieben in Weimar.

Zum Thema der Ausstellung schreibt die Zeitung: «Die Geschichte der Luxemburger Freiwilligen-Kompanie und der opferreiche Weg dieses Verbandes im Zweiten Weltkrieg steht somit zwischen Täterschaft und Teilnahme an Verbrechen, Kollaboration, Desertion und Widertand. Der Spannungsbogen reicht vom Mythos der Zwangsrekrutierung, von der Teilnahme an Einsätzen berüchtigter Polizeibataillone, aber auch von Verweigerungen, Dienstenthebungen, Haft in Gefängnissen und Konzentrationslagern (darunter auch Buchenwald) bis hin zu Zwangsarbeit und Hinrichtungen».

«Luxemburg nie wieder gesehen»

«Einige hatten sich später zu den Alliierten und Partisanen durchgekämpft. Doch viele wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt, auch nach Buchenwald. Zum Schluss hat jeder Sechste der Freiwilligen Kompanie, der seine Ausbildung angetreten ist, Luxemburg nie wieder gesehen,“ heißt es weiter.

Diese Ausstellung findet im Rahmen des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald (in der direkten Nähe von Weimar statt). Zu diesem Thema hat der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser eine parlamentarische Frage an den zuständigen Minister eingereicht. Eine Antwort steht noch aus.