Dienstag3. Februar 2026

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Zum Schluss nochmal Cargolux

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Das Parlament befasst sich am Freitag erneut mit dem Dossier Cargolux. Thema des Ressortausschusses: ein möglicher Deal mit einem chinesischen Partner. Der LCGB sieht der Entwicklung gelassener entgegen.

Steht ein Verkauf des 35-Prozent-Aktienpakets der Cargolux kurz vor Abschluss? Einzelheiten dazu könnte es am Freitag bei der Sitzung des Parlamentsausschusses Nachhaltigkeit geben, der letzten Sitzung eines Ausschusses vor der Auflösung des Abgeordnetenhauses am Montag. Das Treffen wurde auf Wunsch von Serge Urbany („déi Lénk“) einberufen.

Die Übernahme der Anteile von Cargolux sei für das Unternehmen von vitaler Bedeutung, heißt es am Freitag beim LCGB. Um sich den wachsenden internationalen Anforderungen des internationalen Marktes zu stellen, könne die Luxemburger Wirtschaft auf ausländisches Kapital nicht verzichten, so die Gewerkschaft, sichtlich bemüht, einer wachsenden Unruhe bei der Belegschaft entgegenzuwirken.

Seit mehreren Wochen schon mehren sich die Anzeichen, dass die chinesische Investmentfirma HNCA aus der Provinz Henan in die Luxemburger Frachtfluggesellschaft einsteigen wird. Vor zwei Wochen weilte eine Delegation ranghoher Beamter aus Henan und Vertreter von HNCA in Luxemburg, wo sie unter anderem das Cargocenter besichtigten. Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler hatte während seines offiziellen Besuchs in China Mitte Mai bereits die Provinz Henan besucht. Mit dabei waren Vertreter von Cargolux, Luxair und Lux-Airport.

Der Deal mit dem neuen Partner könnte noch im Oktober vor den Wahlen am 20. Oktober abgeschlossen werden. Dem OGBL zufolge hielt sich zu Wochenbeginn eine Luxemburger Delegation in Henan auf, um das Projekt zu finalisieren. Mit dabei war auch Cargolux-CEO Richard Forson, wie uns am Donnerstag vom Unternehmen bestätigt wurde.

Unruhe bei der Gewerkschaft

Diese Entwicklung beunruhigt den OGBL. Seinen Informationen zufolge seien erneut Arbeitsplätze in Luxemburg bedroht. Tätigkeiten sollen delokalisiert werden. Wie bereits zu Zeiten von Qatar Airways im Cargolux-Kapital spricht man erneut von einer Auslagerung der Wartungsarbeiten. Cargolux-Maschinen könnten für regionale Frachtaufträge in China eingesetzt werden.

Der LCGB sieht dieser Entwicklung gelassener entgegen. Die Übernahme der Cargolux-Anteile durch einen ausländischen Anteilnehmer müsse dazu dienen, das Überleben der Gesellschaft und der Beschäftigung in Luxemburg zu erhalten. Sie müsse die internationale Position der Firma stärken und zu einer Erhöhung der jährlich transportierten Fracht führen. Die Belegschaft müsse gut informiert werden, um Gerüchten und einem Vertrauensschwund entgegen zu wirken. Am Montag trifft sich der LCGB mit Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler (CSV). Der OGBL, der bereits mehrmals um eine Unterredung mit Wiseler in dieser Angelegenheit gebeten hatte, muss draußen bleiben.