„Peer-Mediation“ bedeutet Streitschlichtung unter Gleichaltrigen. Es stellt ein Verfahren der konstruktiven Konfliktlösung unter Jugendlichen dar. In diesem Sinne werden an verschiedenen Luxemburger Sekundarschulen Jugendliche zu Vermittlern ausgebildet, um gleichaltrigen Mitschülern in Konfliktfällen anhand strukturierter Mediationsverfahren zur Seite zu stehen.
Info:
Dieses mittlerweile sehr erfolgreiche Konzept hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, da es vor allem die Verantwortungsübernahme der Jugendlichen selbst für die Gestaltung einer gewaltfreien Schule anvisiert. Die Schüler tragen eigenständig zu einer lösungsorientierten Streitkultur an ihrer Schule bei, indem sie Konflikten auf einer produktiven Ebene begegnen. Streit und Gewalt werden so unter den Jugendlichen selbst thematisiert und nicht, wie so oft, tabuisiert.
„Peer-Mediation im Schulalltag“ ist ein Projekt des „ministère de lEducation nationale et de la formation professionnelle“ (SCRIPT) und des „ministère de la Famille et de l’Intégration“ (SNJ).
Auszeichnung
Ausgezeichnet werden also Schüler, die eine Ausbildung von mehr als 42 Stunden inklusive Ausbildungswochenende in einem SNJ-Ausbildungszentrum durchlaufen haben, um „Peer-Mediator“ an ihrer Schule zu werden. Gemeinsam mit der Ehrung der Mediatoren-Anwärter werden auch Zertifikate an die Teilnehmer der Ausbildung für Schülerräte („Comités des élèves“) überreicht.
Wie jedes Jahr sind zur Feier die Erziehungsministerin und der Familienminister angekündigt und werden die Feier möglichst durch ihre Anwesenheit ehren.
Das Lycée Bel-Val kann auf die langjährige Erfahrung seiner „Trainer“ und „Coaches“ zurückgreifen und ist somit seit seiner Eröffnung aktiv in diesem Projekt engagiert. Jedes Jahr werden hier zehn bis zwölf Siebtklässler zu Mediatoren ausgebildet. Demnach ist das noch junge Lyzeum stolz, alle Projektbeteiligten zu diesem Anlass an seiner Schule empfangen zu dürfen.
Zu Demaart
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