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«Wir brauchen eine solide Gesetzgebung»

«Wir brauchen eine solide Gesetzgebung»

LUXEMBURG - Die Arbeitsbedingungen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit standen im Mittelpunkt einer Konferenz von Dr. Carlo Steffes, Leiter der Abteilung "Santé du travail" im Gesundheitsministerium. Die Situation stünde nicht zum Besten.

Die «Mobbing asbl» untersuchte im vorigen Jahr 114 Mobbingfälle, eingegangen waren mehr als tausend Klagen. Mobbing habe neben der gesundheitlichen Konsequenz für die Betroffenen auch eine finanzielle Folge: 5.000 Euro koste ein Mobbingfall den Arbeitgeber pro Jahr. Ein Grund mehr, das Problem nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Legalen Schutz gibt es für die Arbeitnehmer wenig. Gleich zu Beginn seiner Konferenz, welche von der «Kommunistischen Partei Luxemburgs» organisiert wurde, ging Steffes auf den legalen Aspekt der Problematik ein. Lediglich im öffentlichen Dienst gebe es ein großherzogliches Reglement, das die Beamten vor Mobbing schützt. Im Privatbereich gibt es vier Firmen in Luxemburg, die eine betriebsinterne Charta haben. Diese Firmen zählen zu den größten Arbeitgebern in Luxemburg. Es sind dies jedoch – den Zahlen zufolge – diejenigen, die es am wenigsten nötig hätten: Mobbing kommt am häufigsten in kleinen Firmen, mit weniger als 50 Angestellten vor.

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