Am Montag besuchte eine Delegation der chinessichen Provinz Henan und der Investitionsgesellschaft HNCA Luxemburgs Cargocenter auf Findel. HNCA möchte jene Cargolux-Anteile übernehmen, die Ende 2012 von Qatar Airways an den Luxemburger Staat verkauft wurden.
In einer Pressemitteilung fordert der OGBL, dass, nach dem Debakel um die Beteiligung von Qatar Airways, diesmal die Mitbestimmungsgesetze respektiert werden und besteht auf das Recht auf Information und darauf, dass die gemischten Ausschüsse von Cargolux und Luxair sich darüber beraten. Auch müssten die Vertreter des Personals in den Aufsichtsräten und die Personaldelegationen beider Firmen in den Entscheidungsfindungsprozess miteinbezogen werden.
Der OGBL ist hierbei vor allem dagegen, dass der neue Aktionär eine Sperrminorität erhalten könnte, also mehr als 33% der Aktien. Damit könnte er die künftige Führung des Unternehmens maßgeblich beeinflussen und etwa dazu beitragen, Personal zu reduzieren oder wichtige Entscheidungen blockieren.
Weiter fordert die Gewerkschaft, dass der künftige Aktionär sich zum Standort Luxemburg und zum luxemburgischen Sozialmodell bekennt. Um die 1300 Arbeitsplätze bei Cargolux zu schützen, müsste zudem garantiert werden, dass diese nicht abgebaut werden. Auch müsste ein kommerzielles Modell ausgearbeitet werden, dass vor allem das langfristige Bestehen der Firma in Luxemburg sichert.
Zu Demaart
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