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Tram-Modell für Neugierige

Tram-Modell für Neugierige
(Jean-Claude Ernst)

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Auf dem Kirchberg steht ein Modell der künftigen Tram für Luxemburg. Wer will darf einsteigen und anfassen.

Betritt man das Modell bekommt man sofort den Eindruck, wie es sein wird mit der Tram zu fahren. Die Sitze sind komfortabel und durch die großen Panoramafester hat man freien Blick auf die Hauptstadt. Das Pavillon wo das Modell zu sehen ist, steht dort, wo die Tram auf einer begrünten Strecke fahren wird. Die Expo ist für die Öffentlichkeit seit heute und noch bis zum 31. Januar zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von Montags bis Samstags von 11.30 bis 18.30 Uhr. Auch an den Sonntagen bis zum 3. Januar Hat die Expo geöffnet.

Es ist ein Vorgeschmack auf das was die Bürger im Jahr 2017 erwartet. Ein Drittel eines Tramwagens ist auf Kirchberg ausgestellt. Sowohl das Innere als auch der äußerliche Aspekt sind im Maßstab 1:1 auf Kirchberg zu sehen. Am 18. Mai 2015 hat Luxtram im Rahmen eines europaweiten öffentlichen Ausschreibungsverfahrens den spanischen Hersteller CAF ausgewählt.

Ohne Oberleitung

Im Laufe des Jahres 2016 werden die 21-Hochkapazitätsfahrzeuge gebaut. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf insgesamt 83 Millionen Euro. «Das Spezifische Design, das speziell für Luxemburg entwickelt wurde, leistet einen wertvollen Beitrag zu einer harmonischen Eingliederung ins Stadtbild und wahrt das historische und zeitgenössische Architekturerbe der Hauptstadt. Die Panoramafenster der Tram geben den Blick frei auf die Stadt und ihre Viertel. Die breite Türen, ihr großflächiger Innenraum und die hochwertigen Materialien verleihen der Tram ein sehr hohes Niveau an Komfort. Auch die LED- Beleuchtung spendet eine sanfte Atmosphäre,» erklärt der Designer Eric Rhinn.

Beim ersten Spatenstich des «Tramschapp» hatte sowohl der Minister Bausch als auch Bürgermeisterin Lydie Polfer angekündigt, dass Ende des Jahres dieses Modell für die Öffentlichkeit zu sehen sein wird. «Die Stadt Luxemburg wartet voller Ungeduld auf die Fertigstellung der Tram. Dank ihres modernen und zugleich schlichten Designs und neuer Technologien zur Energiespeicherung kann die Tram teilweise ohne Oberleitung fahren,» erklärte Lydie Polfer.

Das Modell im Maßstab 1:1

Auch Nachhaltigkeitsminister François Bausch betonte bei der Eröffnung der Expo: «Unsere Vision von der Entwicklung des Landes spiegelt sich im Design unserer Tram wider. Wir wollen sie bewusst modern gestalten, damit sie sich in alle Viertel unserer Stadt harmonisch einfügen vermag und zugleich eine größtmögliche Zahl an Fahrgästen aufnehmen kann.»

Das ausgestellte lebensgroße Modell der Tram besteht größtenteils aus Holz. Verstärkt wird die Konstruktion aus Metall. Das Modell wiegt elf Tonnen und ist 15 Meter lang. Das entspricht eines Drittels der tatsächlichen Länge. Dieses Modell ist für die Teams von Luxtram bestimmt. Vor allem um die technischen und Designaspekte fertigzustellen wie beispielsweise: die Zugänglichkeit für die Fahrgäste, die Ergonomie des Fahrersitzes oder die technischen Ausstattungen.

2016 beginnt der eigentliche Bau der Tramstrecke, wie auch die Produktion der Fahrzeuge. Die erste Lieferung ist für Anfang 2017 angesetzt. «Noch immer liegen wir im Zeitplan,» erklärte Minister François Bausch. Im Jahr 2017 dann sollen die ersten Tests und Probefahrten anstehen. Im zweiten Halbjahr 2017 sollen dann die Fahrgäste in den Genuss der Tramfahrzeuge kommen. Der erste Streckenabschnitt auf Kirchberg soll dann fertig gestellt sein.

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