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Sich an die erinnern, die nicht mehr sind

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Allerheiligen und Allerseelen sind feste Feiertage im katholischen Kalender. Aber wo kommen sie eigentlich her? Hier die Antwort.

Am 1. November feiern die Katholiken das Fest Allerheiligen. Typisch sind Gottesdienste und Friedhofsbesuche, wobei die Gräber der Angehörigen geschmückt und Kerzen entzündet werden. Theologisch bedeutet Allerheiligen, dass es nach Ansicht der katholischen Kirche zu allen Zeiten Menschen gegeben hat, deren Leben «für immer und ewig geglückt ist» (Offenbarung 7,9). Insofern drückt Allerheiligen die Zuversicht aus, dass viele Menschen nach ihrem Tod in der Gemeinschaft mit Gott sind und deshalb Heilige genannt werden können. Es geht also nicht allein um die von der Kirche offiziell Heiliggesprochenen.

Christen feiern Allerheiligen seit dem 9. Jahrhundert am 1. November. Obwohl der genaue Ursprung des Festes nicht mehr festzustellen ist, lässt sich das Datum auf den Gedächtnistag für Märtyrer zurückführen.

Allerseelen

Eng mit Allerheiligen verbunden ist das Allerseelenfest am 2. November, das Abt Odilo des Reformklosters Cluny (Burgund) im Jahre 998 einführte. An diesem Tag gedenken katholische Christen aller Verstorbenen, legen Fürbitte für sie ein und schmücken – wie schon an Allerheiligen – die Gräber. Gebete und Almosen sollen das Leiden der armen Seelen im Fegefeuer erleichtern.

Die Gebräuche zu Allerseelen sind regional stark unterschiedlich. Die Daten können auch variieren. Allerheiligen kann auch am 31. Oktober begangen werden un Allerseelen am 1. November, wie in diesem Jahr. Fällt der 2. November auf einen Sonntag, wird Allerseelen am 3. November nachgefeiert. Durch den Priestermangel in Luxemburg wurden in diesem Jahr des Weiteren in einigen Ortschaften die Gräber schon letztes Wochenende (24. oder 25. Oktober) gesegnet.