Donnerstag29. Januar 2026

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«Sandweiler» verliert Monopolstellung

«Sandweiler» verliert Monopolstellung
(Tageblatt-Archiv)

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Revolution in Luxemburg. Der System der Fahrzeug-Kontrollstation wird liberalisiert. Dafür müssen private Anbieter strenge Auflagen erfüllen. Das System der PKW-Hauptuntersuchungen wird geändert.

Der Mittwochmorgen dürfte für die «Société Nationale de Contrôle Technique» (SNCT) ein schwarzer Tag werden. In Zukunft wird sich beim System der Kontrollstationen in Luxemburg so einiges ändern. Das Wichtigste: Der Markt und die Preise werden liberalisiert. Die SNCT verliert ihre jahrelange Monopolstellung.

Private Anbieter müssen allerdings eine Reihe von Auflagen erfüllen. So müssen sie in der Lage sein, sämtliche Fahrzeugtypen zu kontrollieren. Kontrolliert und begleitet werden sie von einer Spezialkommission.

Einfacheres System

Technisch ändert sich in sieben Punkten das Kontrollsystem. Unter anderem Neufahrzeuge (Autos) müssen in Zukunft das erste Mal erst nach vier Jahren zur Kontrolle. Bislang waren es drei. Neuimmatrikulationen werden keiner technischen Kontrolle mehr unterzogen.

Anhänger unter 750 kg müssen nicht mehr nach «Sandweiler». Busse und LKW werden jetzt einmal im Jahr, und nicht mehr alle sechs Monate, kontrolliert.

Neue Preise

Gute Nachrichten auch für Oldtimer-Fans. Fahrzeuge, die vor dem 01.01.1950 in Luxemburg registriert wurden, müssen nicht mehr auf die Hebebühne. Unter den Begriff Oldtimer fallen Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind.

Die Kosten für eine Fahrzeugkontrolle dürften in Zukunft steigen. Neben der technischen Kontrolle werden auch die Preise liberalisiert. Ein entsprechendes «règlement grand-ducal» fällt weg.

Mit zwei Enthaltungen im Parlament wurde am Mittwochmorgen für das neue Gesetz gestimmt.