
Die Strecke wurde in den 1970er Jahren zunächst teilweise dreispurig und später im südlichen Teil als Autobahn ausgebaut. Wobei der letzte Zipfel, der Anschluss auf Senningerberg, noch immer auf sich warten lässt. Im nördlichen Bereich besteht die Strecke aus einer Ansammlung von Umgehungsstraßen, umgebauten Kreuzungen und einer mittlerweile verwirrenden und schon fast gefährlichen Ansammlung von Bodenmalereien, Leitpfosten und Schildern. Das soll sich jetzt – endlich – ändern. Geplant ist ein Ausbau auf drei Spuren nach internationalen Standards.
Im Rahmen einer Interpellation von Ali Kaes (CSV) stand die N7 am Dienstag wieder einmal im Mittelpunkt der Diskussionen. Statt immer wieder nach neuen Straßen zu schreien, sollten wir es vielleicht einmal mit Verkehrserziehung und klaren Regeln und Beschilderungen versuchen, meinte Justin Turpel („déi Lénk“). Auch Repression könne ganz hilfreich sein. „Diese Straße verleitet zu Verrücktheiten“, hatte zuvor André Bauler (DP) zu riskanten Überholmanövern gestresster Autofahrer bemerkt. Ähnlich wie Claude Haagen (LSAP) forderte er zusätzliche dreispurige Abschnitte als Kriechspur oder Überholmöglichkeit. Auch Edy Mertens (DP) plädierte eher für punktuelle Maßnahmen. Sukkurs für die Idee eines durchgehenden vierspurigen Ausbaus erhielt Kaes am Ende nur und ausgerechnet von seinem Fraktionschef, dem früheren Ressortminister und langjährigen Ausbau-Bremser Claude Wiseler. „Ein erstaunlicher Meinungswandel seit Juni 2013“, wie es sich Minister François Bausch nicht verkneifen konnte. „Die Straße stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Das Problem ist aber nicht das Verkehrsaufkommen, sondern die schlechte Konzeption der Straße“, argumentierte Bausch. Derzeit liege das Aufkommen bei etwas über 11.000 Verkehrsbewegungen pro Tag. Er strebe einen dreispurigen Ausbau nach internationalen Standards (Fahrbahnbreite, keine Linksabbieger, längere Wechselspuren) an.
Damit könne die Kapazität von heute 13.000 auf 18.000 ausgebaut werden. Ein vierspuriger Ausbau als Schnellstraße oder gar Autobahn mit einer Kapazität von 30.000 bzw. 70.000 Bewegungen/Tag stehe nicht zur Diskussion. Dieser normgerechte Ausbau auf drei Spuren soll 2016 beginnen und sich über drei Jahre hinziehen. Kostenpunkt: 150 Millionen Euro. Punktuell soll auch eine Mittelabtrennung kommen.
Zu Demaart
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