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Noch keine Genehmigung für die neue Moschee

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Entgegen der Darstellung von RTL vor wenigen Tagen ist der Bau einer neuen Moschee in der Gemeinde Mamer längst nicht in trockenen Tüchern.

Fränz Hoffmann
  
Auf eine diesbezügliche Frage von Rat Fernand Kirch (DP) in der Gemeinderatssitzung vom Montag gab Bürgermeister Gilles Roth (CSV) unmissverständlich zu verstehen, dass er bisher keine Genehmigung für den Bau des Hauses (Gebetsstätte und Kulturzentrum, laut vorläufigen Plänen ohne Minarett) erteilt hätte.

Laut Aussagen des Vorsitzenden der islamischen Vereinigung, die eigenen Angaben zufolge mittlerweile 10.000 Mitglieder zählt, sollte das Gebäude spätestes 2011/2012 fertiggestellt sein. Roth wollte daran erinnern, dass die Pläne dem Schöffenrat noch nicht vorgelegt wurden und dass die Gemeindeführung in einem ersten Gespräch mit den Vertretern der Gemeinschaft den Bau an ganz konkrete Bedingungen gebunden hatte, die nicht erfüllt wurden.

Wenn, so der Bürgermeister, jemand seine Haltung, als taktisches Kalkül auf die Gemeindewahlen von Oktober 2011 interpretiere, so sei das pure Spekulation.

Blaue Misstöne

Eine etwas peinliche und nicht enden wollende Diskussion entwickelte sich nach einer schriftlichen Anfrage von DP-Rat Alfred Klopp. Im Zusammenhang mit der Gründung des Orchesters Luxsymphonia durch den Schöffenrat (?, Klopp dixit) beschuldigte er den Bürgermeister der Kungelei mit dessen Parteifreund Jeannot Clement aus Esch, Mitglied im Vorstand des Rümelinger Symphonie-Orchesters „Le Cercle“, und warf ihm vor, die Interessen der örtlichen Harmonie und des staatlich geförderten Ensembles „Les Musiciens“ hintanzustellen.

Zimperlich in seiner Wortwahl war der DP-Rat nicht. Er sprach von einem „Faustschlag ins Gesicht der Harmonie“, einem „tour de force“ des Schöffenrats, von einer „CSV-Mauschelei“ und schloss mit der Feststellung, es wäre besser gewesen, „die Rümelinger dort zu lassen, wo sie sind“.

Wobei er Äpfel und Birnen zusammenzählte, so der etwas genervte Bürgermeister, der abschließend klarstellen wollte, dass „Le Cercle“ auch weiterhin in Rümelingen bleibe und „Luxsymphonia“ ihre Aktivitäten (inklusive der Aufführung von Operetten) im neuen Kulturzentrum entfalten könnte.

Apropos Kulturzentrum: Schöffe Roger Negri (LSAP) informierte, dass dieses am 29. Oktober dieses Jahres eröffnet wird. Der Musiksaal wird ebenfalls Mitte Oktober bezugsfertig sein und der Verkehrsgarten in Capellen könnte im Frühjahr 2011 eingeweiht werden.

Bebauungspläne

Schöffe Marcel Schmit (CSV) wollte festhalten, dass für den dieser Tage beginnenden Schulbetrieb 605 Kinder eingeschrieben sind, verteilt auf 34 Klassen mit einem Durchschnitt von 18 pro Klasse.

Inzwischen waren anderthalb Stunden verstrichen, bis man zur eigentlichen Tagesordnung der Sitzung kam, zu der sich Rat Jean Beissel (CSV) ordnungsgemäß abgemeldet hatte.
Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich zwei Konventionen mit verschiedenen Firmen für die Verwirklichung von zwei großen, für die Gemeinde wichtigen Projekten.

Zum Ersten mit „Immobilière Mamer Concept“ für die Erschließung des Baulandes im „Pafebruch“ in Mamer (Ausbau von Miwwel- a Kiche-Chef) und zum Zweiten mit der Gesellschaft „Immo Kiem“ für den Bau von 109 Wohneinheiten im Ort „Hoënerbësch-Gewännchen“ (gegenüber der Namsa) in Capellen, von denen der Promotor elf an die SNHBM für sozialen Wohnungsbau abtreten muss.

Mit einer kommunalen Zuwendung von 1.000 Euro pro Einfamilienhaus will man in Zukunft Wasserauffanganlagen fördern.