Mittwoch25. Februar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Neue Tarifstruktur in der Großregion

Neue Tarifstruktur in der Großregion

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Das Busfahren in der Großregion ist seit dem ersten September zum Einheitstarif möglich. Statt zwei unterschiedlichen Fahrscheinen, wie bisher, reicht jetzt ein einziger.

Akim Schmit
 
Das Busfahren in der Großregion ist seit dem 1. September ein großes Stück einfacher geworden. Am Donnerstag wurde im Transportministerium ein entsprechendes Abkommen vom Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler unterzeichnet.

«Wir wollen die Verkehrsproblematik in den Spitzenstunden morgens und abends in den Griff bekommen» erklärte Wiseler. Besonders Angestellte aus dem nahen Ausland sollen vermehrt auf öffentliche Transportmittel zurückgreifen.

RegioZone

Nachdem bereits eine einheitliche Tarifstruktur auf den Buslinien zwischen Rheinland-Pfalz und Lothringen eingeführt wurde, folgten zur Rentrée die Buslinien zwischen Luxemburg und dem Saarland.

35.000 Angestellte aus Deutschland pendeln an Wochentagen über die Grenze. Aber erst zehn Prozent von ihnen greifen auf den öffentlichen Transport zurück. In naher Zukunft möchte Wiseler die 25 Prozent-Marke erreichen. Der öffentliche Transport müsse dazu attraktiver werden und sich den Gegebenheiten des Alltags anpassen. Unter anderem werden auf den Zugverbindungen von Luxemburg nach Petingen und Bettemburg größere Züge eingesetzt um die Kapazität zu erhöhen. Siehe auch:

Uniformität bei den Buspreisen

Aber auch der Bustransport lässt sich noch verbessern. Park & Ride Parkplätze müssen vor den Toren der Stadt entstehen und neue Busspuren müssen her. Zudem müssen das Liniennetz verbessert und die Tarifstruktur vereinfacht werden.

Dieter Grünewald, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes, bezeichnet das Abkommen als „Meilenstein auf dem Weg, den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern“.

Das Busangebot sei besonders in den letzten zehn Jahren gewachsen. Mit einfachen Tarifen, die bezahlbar sind, werde die Großregion erlebbar, nutzbar und befahrbar gemacht, so der Politiker.

Durch das Abkommen gilt seit dem ersten September ein „RegioZone“-Tarif auf allen Linien zwischen dem Saarland und Luxemburg. Dabei wird zwischen den Zonen 1 und 2 unterschieden.

Zur RegioZone 1 zählen die Linien Schweich-Luxemburg (116), Trier-Luxemburg (118), Konz-Luxemburg (134), Saarlouis-Merzig-Luxemburg (155), Saarburg-Luxemburg (157), Losheim-Luxemburg (159), Bitburg-Echternach-Luxemburg (401), Prüm-Dasburg-Ettelbrück (407), Hayange-Thionville-Luxemburg (300) und Piennes-Luxemburg (323).

Kurzzeitfahrkarten mit einer Gültigkeit von zwei Stunden kosten 4 Euro, Tageskarten 7 Euro, und 75 Euro werden für ein Monatsabo fällig. Zusätzlich wird ein Jahresabo zum Preis von 670 Euro angeboten.

Die Linien Saarbrücken-Luxemburg, Saarlouis-Luxemburg und Dillingen-Luxemburg gehören fortan zur RegioZone 2. Hier kostet eine Kurzeitfahrkarte 8 Euro, eine Tageskarte 14 Euro und ein Monatsabo 120 Euro. Das Jahresabo ist zum Preis von 1.060 Euro lösbar.

E-Go in Planung

Mit den neuen Tarifen geht eine Neugestaltung der Fahrkarten einher. Optisch werden diese nämlich an die bestehenden Fahrkarten des luxemburgischen Nahverkehrs angepasst. Die RegioZone-Fahrkarten berechtigen zur Fahrt im gesamten RGTR, CFL, AVL und TICE Liniennetz.

Alte Fahrkarten für den grenzüberschreitenden Linienverkehr sind noch bis zum 31. Dezember gültig. Ungebrauchte Fahrkarten können bei den Betreibern eingetauscht werden.

Geplant ist außerdem, das elektronische E-Go System über die Grenzen auszuweiten. Eine einheitliche Tarifstruktur ist die Voraussetzung für das Projekt. Die nächsten Schritte sind bereits in Planung. Wann es soweit ist, ist noch unklar.

Gute Nachricht für französische Grenzgänger. Die Kapazität der Buslinie von Thionville über Hayange nach Luxemburg funktioniert ab dem 15. September mit drei zusätzlichen Bussen morgens und abends.

6.500 Franzosen benutzen die angebotenen Buslinien täglich.