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Mietzuschüsse: Wer kriegt was?

Mietzuschüsse: Wer kriegt was?
(Isabella Finzi)

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Eine der wichtigsten sozialen Maßnahmen der Regierung wird demnächst im Parlament als Gesetzentwurf vorgestellt werden und zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Die Mietzuschüsse entsprechen der besonderen Situation auf dem einheimischen Immobilienmarkt. Die Preise sind während der vergangenen Jahre stark gestiegen.

Nach den Jahren 2008 und 2009, als es eine kurze Periode der Preisstagnation gab, ging es mit den Miet- und Kaufpreisen in der Branche wieder nach oben. In den allgemeinen Bemerkungen zum entsprechenden Gesetzesprojekt 6542 werden als die diesem Phänomen zugrunde liegenden Faktoren die Entwicklung der Demographie, die geänderte Zusammensetzung der Haushalte, die Urbanisierung des Landes und die gestiegene Attraktivität der Hauptstadt ebenso genannt wie die recht niedrigen Kreditzinsen, die steigenden Einkommen, die den Haushalten zur Verfügung stehen.

Angesichts einer steigenden Nachfrage sei das Angebot wenig flexibel: Der Markt werde nicht durch ein größeres Angebot, sondern vielmehr über höhere Preise ausgeglichen. Solche Bedingungen würden den Zugang zum Immobilienmarkt erschweren.

43 Prozent Mietsteigerung

Was die Mieten betrifft, so sei der Preis einer Wohnung (Appartement) zwischen dem ersten Trimester 2005 und dem ersten Trimester 2015 um 42,93 Prozent angestiegen.

Nach den Berechungen des Liser (Luxembourg Institute of Socio-Economic Research), die vom „Observatoire de l’habitat“ publiziert wurden, belief sich diese Steigerung in der gleichen Zeitspanne bei Häusern um 28,81 Prozent, während die Inflation über den Zeitraum 23,83 Prozent betrug.

Die Regierung reagiere mit verschiedenen Maßnahmen auf diese Entwicklung, heißt es weiter im Gesetzesprojekt, es müssten aber auch Initiativen für einkommensschwache Haushalte ergriffen werden, die sofort greifen.

Bedingungen

Drei Voraussetzungen werden aufgezählt, um von den Mietzuschüssen profitieren zu können: Das Einkommen des Haushaltes (siehe Tabelle unten) muss unter einer gewissen Schwelle liegen, das Aufbringen der Miete muss für besagten Haushalt eine besondere Anstrengung bedeuten und besagter Haushalt muss eine Wohnung des einheimischen Immobilienmarktes bewohnen.

Die zweite Bedingung bedeutet für den Gesetzgeber, dass ein Drittel des Netto-Einkommens für die Wohnung aufgebracht werden muss. Obenstehende Tabellen zeigen die Summen, die ein Haushalt vom Staat erhalten kann, und die maximalen Einkommen, um in den Genuss der staatlichen Mietzuschüsse zu kommen.

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