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Luxemburger kaufen mehr Luxusautos

Luxemburger kaufen mehr Luxusautos
(Tageblatt/François Aussems)

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Immer mehr Luxuskarossen, ein Schattendasein für Hybrid- und Elektroautos und der Wagen als Sparposten: Der Luxemburger Automarkt ist durchwachsen.

Luxemburg hat die Entwicklung, die in den Schwellenländer gerade an Fahrt aufnimmt, schon lange hinter sich. Mit 741 Autos auf 1.000 Einwohner ist der Markt gesättigt. Dass im Jahr 2014 in Luxemburg dennoch 2,57 Prozent mehr Autos fahren als im Jahr davor, hat seinen Grund im Bevölkerungswachstum.

Studie zu Automobilmarkt: 200 Unternehmenschefs befragt
Der Verkauf von Neuwagen in den Schwellenländern nimmt zu. In den Industriestaaten wird weniger verkauft. Das ist das Fazit einer Marktstudie vom Unternehmensberater KPMG.
Zwei Trends zeigt die Studie auf: In aufstrebenden Volkswirtschaften will jeder einen Pkw besitzen. Ein Auto ist das teuerste persönliche nicht-lebensnotwendige Gut und ein Zeichen des Erfolgs. Während in entwickelten Staaten auch ärmere Bevölkerungsschichten Autos besitzen, ist der Kauf von diesem Gut in Schwellenländern gleichzusetzen mit dem Erreichen der Mittelklasse und dementsprechend ein Statussymbol.
Alternative Mobilitätsformen sind der neue Trend in diesen gesättigten Märkten. Nicht jeder muss ein Auto besitzen, um mobil zu bleiben. Car-Sharing-Angebote finden vor allem unter der städtischen und jungen Bevölkerung Zuspruch. Trotzdem stuft die Mehrheit, laut der Studie, den Besitz eines Wagens weiterhin als wichtig ein.

Der Luxemburger scheint auch das Auto als Sparposten entdeckt zu haben. Der Fuhrpark altert. Die Verkaufszahlen von Neuwagen gehen zurück, während die von Gebrauchtwagen steigen. Trotzdem mag der Luxemburger Autos von eher teueren deutschen Herstellern.

Von allen zugelassenen Autos tragen 14,6 Prozent das VW-Emblem. Danach kommen mit 9,8 und 8,8 Prozent Fahrzeuge der bayrischen Hersteller BMW und Audi. Mercedes liegt mit 7,1 Prozent vor den drei französischen Marken Renault, Peugeot und Citroën.

Nischenmärkte wachsen stark

Die Superreichen sparten im Jahr 2014 nicht. Mit 50 Prozent Plus machte der Nischenmarkt für Luxusautos über 100.000 Euro einen deutlichen Wachstumssprung. Im Jahr 2014 wurden 567 Bentleys, Bugatti, Ferraris und andere Hochleistungs-Wagen neu zugelassen.

Ein anderer Nischenmarkt ist der für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Seit 2013 ist dieser Markt zwar um 31,8 Prozent gewachsen, er bleibt trotzdem eine Randerscheinung . Von allen zugelassenen Autos haben im Jahr 2015 nur 0,68 Prozent einen Elektromotor.

Die EU-Vorgaben zur Senkung von CO2 -Emissionen der Autoflotte erreicht in diesem Jahr eine neue Stufe. Ab 2015 darf der CO2-Ausstoß von allen in Luxemburg zugelassenen Autos im Durchschnitt 130 Gramm pro Kilometer nicht übersteigen. Laut KPMG wird dieses Ziel mit 128,2 Gramm pro Kilometer erreicht. Das folgende Etappenziel von 95 g/km im Jahr 2020 wird, laut KPMG, mit den heutigen Mitteln nicht erreicht werden können.