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«Luxemburg europaweit vorne»

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Nach knapp zehn Jahren an der Spitze der Philharmonie Luxemburg wechselt Matthias Naske im Sommer 2013 ans Wiener Konzerthaus. Viele Ideen aus Luxemburg werde er nach Österreich mitnehmen, sagt er. Und wer sein Nachfolger wird, soll noch 2012 feststehen.

Die Philharmonie Luxemburg gibt inzwischen mehr als die Hälfte ihrer rund 400 Konzerte einer Saison für Kinder und Jugendliche. Es sei ein großes Anliegen des Konzerthauses, Kindern Freude an der Musik zu vermitteln, sagte der Generaldirektor der Philharmonie Luxemburg, Matthias Naske, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dies gelinge über Reihen mit jeweils sechs Konzerten für verschiedene Altersstufen ab sechs Monaten bis 17 Jahren. «Das kindliche Publikum ist für mich das unkorrumpierteste und interessanteste Publikum von allen», sagt Naske, der zum Juli 2013 als Intendant zum Wiener Konzerthaus wechselt.

In maßgeschneiderten Programmen treten beim Nachwuchs auch Spitzenkünstler aus dem Hauptprogramm auf. «Die Produktionen unterscheiden sich nicht in künstlerischer Qualität, sondern bei der Vermittlungsmethodik», sagte Naske. So seien etwa auch Bastel- und musikalische Workshops integriert. «Nach einer Saison sind die Kinder Profis und kennen sich gut aus.» Und kommen später wieder, weil sie Konzerte mit etwas Positivem verbinden. Auch in Wien möchte Naske einen Schwerpunkt auf Kinderkonzerte legen. «In Luxemburg sind wir damit europaweit vorne», sagte er.

Naskes Nachfolger

Naske ist seit 2003 für die Philharmonie in Luxemburg. Wer sein Nachfolger wird, soll bald feststehen: «Ich gehe davon aus, dass noch 2012 eine Entscheidung getroffen wird», sagte der Österreicher. Es gebe eine «Reihe von sehr hochkarätigen internationalen Kollegen, die sich für diese Position interessieren». Eine internationale Findungskommission bereite die Entscheidung vor, sagte er.

Ob er sich auf Wien freue? «Ich komme von dort, ich bin in dem Haus aufgewachsen und dort musikalisch sozialisiert worden». Auch, wenn der Österreicher in Luxemburg noch gerne ein paar Jahre geblieben wäre: «Mein Entschluss nach Wien zurückzugehen war naheliegend, weil ich Respekt vor dem 100 Jahre alten Wiener Konzerthaus habe.» An seiner ersten künstlerischen Saison dort für 2014/2015 arbeite er jetzt schon.