292 Domain-Namen haben Interpol-Fahnder ausfindig gemacht und beschlagnahmt. Über diese Adressen im Web wurden gefälschte Markenwaren illegal an ahnungslose Kunden verkauft. Das gab die Behörde am Montag bekannt. An der Aktion, die in Europa und den USA stattfand, haben sich die Strafverfolgungsbehörden aus 19 Ländern beteiligt, darunter auch Luxemburg.
Besonders jetzt, vor den Festtagen, ist für Produkt-Fälscher Hochsaison. Nichts ahnende Kunden kaufen die besonders günstigen «Marken-Waren». Nicht nur dass Verbraucher dabei abgezockt werden, die Gauner spähen dabei sensible Bezahl-Daten aus, warnt Europol. Erst Ende November wurde ein Fall von Kreditkarten-Betrug beim Online-Shoppen bekannt. Über eine Scheinfirma in Luxemburg haben Trickbetrüger mit geklauten Kreditkarten Waren in Richtung Osteuropa geschickt.
Geschützte Waren
Seit August haben die Fahnder Hinweise von betroffenen Unternehmen erhalten, deren gefälschte Produkte über die 292 Domains verkauft wurden. Die beschlagnahmten Domains-Namen beschäftigen jetzt die Justizbehörden in den betroffenen Staaten.
Wer jetzt in diesen Webshops einkaufen will, bekommt entweder ein Warnbanner zu sehen oder kann die Seite nicht mehr abrufen, so Europol. Die meistkopierten Waren sind neben traditionellen Luxusartikeln auch Sportwaren, Elektronik, Medikamente, sowie Filme und Musik. Diese Produkte fallen unter das Urheber-Recht und sind vom Gesetz geschützt. Wer sie unerlaubt kopiert, macht sich strafbar.
Während Stilllegen der erste Schritt ist, Produktfälscher auszubremsen, verfolgen die Behörden danach den sogenannten «follow-the-money»-Ansatz. Dabei wird der Weg des Geldes, das Kunden beim Kauf bezahlen, genauer unter die Lupe genommen. Seit Beginn des gemeinsamen Projekts IOS im November 2012 haben die Ermittler insgesamt 1892 Domains beschlagnahmt. In der EU werden jährlich gefälschte Waren mit einem Millionenwert beschlagnahmt.
Zu Demaart
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