Im „Centre hospitalier neuro-psychiatrique“ (CHNP) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein neuer Kliniktyp in Luxemburg eingeführt. Die sogenannte „koloniale Heil- und Pflegeanstalt“ wurde damals als fortschrittlich und revolutionär angesehen. Kulturministerin Maggy Nagel setzt sich für den Erhalt der Krankenpavillons ein.
In Ettelbrück entfernte man sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Prinzip eines einzigen zentralen Großbaus und entschloss sich, auf dem Gelände des „Centre hospitalier neuro-psychiatrique“ mehrere Gebäude zu verteilen.
Anfang des letzten Jahrhunderts…
Unter der Leitung des Architekten Sosthène Weis wurden die insgesamt sieben Krankenpavillons zwischen 1902 und 1910 im historischen Villenstil errichtet. Der DP-Abgeordnete André Bauler wollte in einer parlamentarischen Anfrage von Kulturministern Nagel wissen, inwiefern diese Gebäude einen besonderen Schutz erhalten. Nagel hob in ihrer Antwort hervor, dass die Krankenpavillons tatsächlich „einen historischen, sozialen, urbanen und architektonischen Wert haben“.
Aus diesem Grund sollen „nahezu alle Villen erhalten bleiben“. Auf Nachfrage hob Jean Feith, einer der Direktoren des CHNP, hervor, dass „sechs der sieben Villen sicher erhalten bleiben. Eventuell wird eine abgerissen und drei werden renoviert.“ Die Kulturministerin betont letztlich, dass „eine nationale Schutzprozedur eingeleitet wurde“. Zudem sollen die Villen in der Studie zum allgemeinen Bebauungsplan (PAG) für Ettelbrück als „schützenswerte Gebäude“ eingetragen
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