Erst am Mittwoch hatten die Unternehmen beim Handelsgericht Konkurs angemeldet. Am Donnerstag waren die Verkaufstellen in der Großstraße in Luxemburg bereits geschlossen. Die Firmengruppe hatte vor einigen Jahren mehrere Franchising-Geschäfte in der Bekleidungsbranche in Luxemburg und Esch eröffnet, darunter solche großer Marken wie Loft, Geox, Comptoir des cotonniers. Am Donnerstagmorgen stand das Personal vor geschlossenen Geschäften. Die Betroffenen wurden dann kurzerhand auf einer Versammlung über die Schließung informiert. Für die einzelnen Geschäfte waren jeweils eigene Unternehmen gegründet worden. In Konkurs gingen nun 17 Unternehmen, was die Erstellung eines Sozialplans quasi unmöglich macht, da jede Firma nur wenige Angestellte zählt.
Die Firmengruppe gehört den Geschäftsleuten Pascal Einhorn und Fred Castera. Die Direktion habe am Freitagmorgen jeglichen Kontakt verweigert, so André Sowa (OGBL). Am Freitag werde man auf einer Belegschaftsversammlung die Beschäftigten über ihre Rechte informieren. Sowa schloss nicht aus, dass die Geschäfte von den Mutterhäusern selbst übernommen werden. Dann müsste das aktuelle Personal eingestellt werden, so der Gewerkschafter, der dabei auf die Unterstützung des Arbeitsministers zählt.
Politik will Antworten
Auch in der Escher Alzette-Straße sind die zwei Loft-Geschäfte geschlossen. Die Läden hatten bis zum 25. August ferienhalber geschlossen, wurden anschließend nicht mehr geöffnet.
In einer parlamentarischen Anfrage an die Mittelstandsministerin Françoise Hetto und den Beschäftigungsminister Nicolas Schmit möchte CSV-Abgeordnete Serge Wilmes zusätzliche Informationen über mögliche Schließungsursachen haben. U.a. spricht er über hohe Mietpreise und «unhaltbaren Soziallasten».
Weitere Details finden Sie in der Freitagsausgabe (6. September) des Tageblatt.
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