Die Jäger verlagern ihren Kampf gegen die von Staatssekretär Camille Gira (déi gréng) vorgeschlagene Schonzeit für Wildschweine und Füchse aufs parlamentarische Parkett. Ihre seit dem 6. März zur Unterschrift aufliegende Online-Petition hat auf der Web-Seite am Dienstagmorgen über 4500 Unterschriften gesammelt. Dem Reglement des Parlaments zufolge muss der zuständige Ausschuss die Autoren der Petition und den Ressortminister zu einer öffentlichen Sitzung einladen. Konkrete Folgen muss diese Übung jedoch keine haben.
Die Petition wendet sich gegen die Einführung einer „jagdfreien Zeit“ und gegen eine ganzjährige Schonzeit für den Fuchs, so die Autoren. Die Jägerföderation spricht dabei von einem „inakzeptablen Eingriff in die jagdliche Organisation des Pächters, einen inakzeptablen Eingriff in das Eigentumsrecht der Grundbesitzer, eine nicht tolerierbare Diskriminierung des Jägers gegenüber anderen Natur(be)nutzern, sowie eine völligst unbegründete Unterschutzstellung der dem Wild gleichgestellten nicht einheimischen Arten dar (Waschbär, Marderhund, Bisamratte).“
Die Schonzeit für Wildschweine sei unverantwortlich bei hohen Wildschäden und einer drohenden Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest. Schonzeit bei der Fuchsjagd bezeichnen die Jäger als „unverantwortliche ideologiegeprägte Entscheidung, die unvermeidlich zu einem drastischen Anstieg der Fuchspopulation in Luxemburg führen wird.“
Unterstützung bekam die Jägerföderation von der Föderation der Sportfischer, der Jagdhundvereinigung, den verschiedenen Bauernverbänden, von Cochy (Luxemburger Label für Schweinefleisch), den Verbänden für Schweine-, Schaf- und Ziegenzüchter und von den Kleintierzüchtern .
Die Petition kann noch bis zum 17. April 2015 unterschrieben werden.
Zu Demaart
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