Die Schaffung eines Instituts für Zeitgeschichte (IHTP) wurde im Regierungsprogramm angekündigt. Der Bildungsminister soll der Universität Luxemburg vorschlagen ein solches Institut als fachübergreifendes Zentrum zu schaffen, so Staatssekretär im Schul- und Hochschulministerium Marc Hansen am Freitag beim Briefing nach dem Ministerrat.
Im neuen Institut sollen das «Centre virtuel de la connaissance sur l’Europe» (CVCE), das «Centre d’études et de recherches Robert Schuman», das «Centre de documentation et de recherche sur la Résistance» und das «Centre de documentation et de recherche sur l’Enrôlement forcé» vereint werden. Sie sollen mit den schon bestehenden Abteilungen der Universität zusammenarbeiten, heißt es.
Geschichte besser verstehen
Das Ziel des Instituts für Zeitgeschichte sei es, Informationen über die Geschichte des Landes zusammenzutragen und zu verbreiten. Eine große Rolle spielen dabei die digitalen Medien, so der Staatssekretär am Freitag. Die Regierung verpricht sich durch die Bündelung der Forschung des Weiteren Einsparungen und ein effizienteres System der Geschichtsaufbereitung.
Im Rahmen der Schaffung des IHTP wurde am Freitag ein Gesetzentwurf angenommen, welches am 1. Juli 2016 das Gesetz vom 7. August 2002 über das CVCE aufheben soll. Dann nämlich soll das CVCE offiziell in das Institut für Zeitgeschichte integriert werden.
Luxemburg bleibt Universitätsstadt
Der Ministerrat hat am Freitag dann auch die zufünftige Gestaltung der Universität vorangetrieben indem er die definitive Niederlassung der Rechts- Wirtschafts- und Finanzfakultät in Luxemburg auf dem Kirchberg beschloss. Die Bachelor-Studien der Fakultät bleiben aus Organisationsgründen aber in Belval. In Luxemburg werden ebenfalls das «Centre interdisciplinaire pour la sécurité, la fiabilité et la confiance» (SnT) und das Max Planck-Institut für europäisches und internationales Recht angesiedelt.
Eine Entscheidung, was mit den Räumlichkeiten des CVCE im Sanemer Schloss, des Universitätscampuses auf Limpersberg und des Robert Schuman-Gebäudes passieren wird sei noch nicht gefallen, so Hansen.
Zu Demaart
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