Donnerstag15. Januar 2026

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In manchen Wäldern ist der Teufel los

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In einem Waldstück nahe Heiderscheid wurden gleich mehrere Tonnen von Asphalt- und Teerresten „abgelagert“. Gleich unterhalb dieser „Deponie“ fließt ein Bach in Richtung Natura-2000-Gebiet.

Vor ein paar Wochen hatten wir über einen Fall in der Gemeinde Park Hosingen berichtet, wo ein beflissener Holzhändler um die Jahresendfeiertage in einem Biotop ein wahres Schlachtfeld angerichtet hat. Wir erhielten weitere Hinweise aus der Bevölkerung, die uns zur obigen Aussage bewegen.

In Bockholtz hatte eine Firma zwischen Weihnachten und Neujahr sowie in der ersten Januar-Woche mehrere Hektar Wald, die als Biotop ausgezeichnet sind oder werden, mit gigantischen Maschinen niedergemacht. Zurück blieb ein wahres Schlachtfeld.

Aufgrund von Aussagen aus der Bevölkerung wurde die zuständige Ministerin Carole Dieschbourg in diesem Dossier aktiv und stoppte kurzerhand diese Zerstörung. Der zuständige Förster soll um die Zeit, wo diese Arbeiten durchgeführt wurden, in Urlaub gewesen sein. Durch den Einsatz von unadäquaten, fast haushohen Maschinen hinterließ die Firma ein Bild der Verwüstung und richtete einen überaus großen Schaden an.

In den Folgetagen hat sich, laut RTL-Sendung „De Nol op de Kapp“ vom Montag vergangener Woche, der Besitzer der benachbarten Waldparzelle gemeldet. Er beschwert sich darüber, dass erwähnte Firma sogar in seinem Waldstück durch ihr Vorgehen Wege zerstört bzw. unpassierbar gemacht hat. Die Direktion der Natur- und Forstverwaltung hat ihre „Brigade mobile“ mit der Untersuchung befasst.

Ein ähnlicher Fall wurde uns von einem anderen Ort aus der gleichen Gemeinde gemeldet, dieses Mal in Richtung Hoscheid-Dickt. Auch hier soll binnen weniger Tage ein großes Waldstück regelrecht niedergemacht worden sein.

Asphaltdeponie

Was den Einsatz von solchen überdimensionalen Maschinen in Luxemburgs Wäldern anbelangt, erhielten wir aus vielen weiteren Ecken des Landes Reaktionen, die allesamt diese Vorgehensweise an den Pranger stellen. Die genannte Ministerin Dieschbourg hat auch in dieser Sache versprochen, Remedur zu schaffen.

Jenseits jeglicher Kontrolle scheinen ebenfalls Arbeiten in einem Waldstück „um Dickeschbour“ in der Gemeinde Heiderscheid vonstatten zu gehen. Hierhin wurden mehrere Tonnen Asphalt, die bei der Erneuerung eines Straßenbelags anfielen, transportiert. Diese verbotene Lagerstätte ist keinesfalls zu übersehen, wie die obenstehenden Fotos zeigen. Dazu kommt, dass unterhalb dieser „Spezialdeponie“ ein Bach entspringt, der anschließend seinen Weg in ein Natura-2000-Gebiet sucht.

So weit also zu den beiden Themen Naturschutz und Kontrolle in Luxemburgs Wäldern.