In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden in Luxemburg insgesamt rund 103.000 Quadratmeter Gewerbeflächen, hauptsächlich Büros, vermietet oder verkauft. Das sind zwar 42.000 Quadratmeter weniger als noch im Vergleichszeitraum 2012, doch da der Bestand von insgesamt rund 3,5 Millionen Quadratmetern stabil geblieben ist, sinkt die Leerstandsrate. Gerade einmal 54.000 Quadratmeter neue Gewerbeflächen kamen von Januar bis September hinzu.
Die Leerstandsrate fiel so von 6,5 Prozent im Mittel im Jahre 2012 auf 5,3 Prozent in den ersten neun Monaten dieses Jahres. Damit ist die Leerstandsquote so niedrig wie seit dem dritten Quartal 2009 nicht mehr.
Damit waren nur noch 185.000 Quadratmeter Gewerbeflächen nicht besetzt. Noch im Vorquartal waren es 224.000 gewesen.
Bis zum Jahresende geht Jones Lang LaSalle davon aus, dass sich die Leerstandsquote bei 5,5 Prozent stabilisieren wird.
Investitionen von rund 444 Millionen
Im dritten Quartal dieses Jahres betrug das Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilien rund 194 Millionen Euro, seit Jahresanfang beläuft es sich auf gut 444 Millionen.
Die wieder anziehende Wirtschaftsleistung in Luxemburg wie auch in der Eurozone insgesamt in diesem wie auch im kommenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten steigen lassen.
Mit steigender Beschäftigung steigt dann auch der Bedarf an Büroimmobilien, was die Leerstandsquote weiter senken könnte. Die so genannten Prime Rents, also die Miete für erstklassige Objekte, stieg im zweiten Quartal in der Oberstadt auf 42 Euro pro Quadratmeter und hat sich im vergangenen Quartal auf diesem Niveau stabilisiert.
Im Bahnhofsviertel und auf Kirchberg lag der Pachtpreis bei 32 beziehungsweise 31 Euro pro Quadratmeter. In Belval hingegen betrug die monatliche Pacht 20 Euro.
(Stefan Osorio-König/Tageblatt.lu)
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