Ein «National Player», so nennt ihn Präsident Paul Bach. Und dazu noch 15-jähriges Bestehen. Gründe genug also, «Help» während einer akademischen Sitzung vorzustellen, allen Wegbereitern, Mitkämpfern und Mitarbeitern zu danken.
Help ein paar Fakten
o 21 Zweigstellen
o 700 „Help“-Autos
o 1.200 Mitarbeiter
o 12.000 Kunden
o 9 Tageszentren
o 2 Strukturen für betreutes Wohnen
o 33.000 Fortbildungsstunden pro Jahr
o 60 Millionen Euro Umsatz
o 6 Partner: Croix-Rouge luxembourgeoise, Syrdall Heem, Muselheem, Hôpital intercommunal de Steinfort, Uelzechtdall und das Centre hospitalier Emile Mayrisch
o 5.000 Kunden werden täglich betreut
Begonnen hat alles mit einer Idee. Dass die Idee gut war, beweist die Entwicklung, die «Help» seit 1998 genommen hat. Doch zurück zu den Anfängen. Unter der Präsidentschaft von Fränz Schaack nahm die Idee eines Hilfs- und Pflegedienstes mit «Hëllef fir d’Bierger a Biergerinnen» seinen Ausgang.
Fünf Partner
Aus dieser Vereinigung heraus erwuchs dann, im Jahr 1998, die «Help Asbl.», mit als erstem Präsidenten einem gewissen John Castegnaro. Fünf Partner hoben «Help» aus der Taufe: das Rote Kreuz, «Association Alzheimer», «Muselheem», die «Uelzechtdall a Syrdall Asbl.» und das Camus-Netzwerk. Ein, zwei Handvoll Mitarbeiter waren es damals. Mittlerweile sind es rund 1.200. Das ist eine rasante Entwicklung.
Und nicht nur vom Personal her wuchs «Help» über die Jahre. «Help», in seinen Anfangstagen besonders im Süden des Landes verankert, wurde zum «National Player», wie Präsident Paul Bach bei seiner Rede zur akademischen Sitzung im Escher „Skip“-Pavillon verkündete.
21 Zweigstellen
Das Netzwerk, seit 2002 landesweit aufgestellt, verfügt mittlerweile über 21 quer durchs Land verteilte Zweigstellen für seine «Soins à domicile». Hinzu kommen neun «Centres de jour», zwei Gebäude für betreutes Wohnen und die vier «Club Senior». 700 «Help»-Autos sind täglich auf Luxemburgs Straßen unterwegs, um die rund 12.000 Kunden zu betreuen. Der aktuelle Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus dem Präsidenten Paul Bach, Sekretär Fabio Secci (Syrdall Heem Asbl.), Kassierer Michel Simonis (Rotes Kreuz) und den «Administrateurs» Luc Gindt (Hôpital intercommunal de Steinfort), Serge Haag (CHEM) sowie Gust Stefanetti (Muselheem Asbl.). Diese Akteure repräsentieren die Institutionen, für die sie arbeiten. Bach vergaß aber nicht, auch die anderen Partner zu erwähnen, wie die großen Krankenhäuser, Ärzte, eine Reihe Vereinigungen, private Betriebe und viele Gemeinden im Land. Den größten Dank aber richtete er an seine Mitarbeiter, die jeden Tag für «Help» im Einsatz sind.
Ohne Pflegeversicherung wäre dies alles nicht möglich. Das unterstreicht Paul Bach, wenn er den «unermüdlichen Einsatz» von Mady Delvaux-Stehres in diesem Gesetzgebungsprozess hervorhebt. Für Bach ist das Gesetz, das 1998 gestimmt wurde und ein Jahr später in Kraft trat, das wichtigste Gesetz im sozialen und gesundheitlichen Bereich aus der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts.
Patientenautonomie
Hauptaktivität von «Help» bleibt die Hilfe zu Hause. Ziel sei es immer gewesen, die Autonomie des Patienten und seiner Familie so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Dies sei auch «gesellschaftspolitisch erstrebenswert» und «finanztechnisch vorzuziehen». Auch die technische Innovation scheut der Dienst nicht. So verfügt «Help» mit «Help 24» über eine Meldesystem für Kunden, das sie über ihr Mobiltelefon im ganzen Land nutzen können. An anderen Innovationen werde gearbeitet, so Bach.
Mit dem 15. Jahrestag ist die Geschichte von «Help» also noch nicht zu Ende geschrieben. Ob sich die Vereinigung so rasant weiterentwickeln wird, ist schwer vorauszusehen. Doch alle Bevölkerungsprognosen gehen von immer mehr älteren Bürgern aus. Die Bevölkerung altert eben. Es wäre mehr als überraschend, wenn die Dienste von «Help» in Zukunft weniger gefragt würden. Und wenn man jung ist, mag man ja noch nicht so recht daran denken, wie es mal sein könnte, wenn Hilfe von außen einmal unabdingbar sein wird, um zu Hause wohnen bleiben zu können, um die nötige Unterstützung zu erfahren.
Vielleicht kann man dann den Text oder die Melodie einer berühmten Liverpooler Band vor sich hin summen … «When I was younger, so much younger than today, I never needed anybody’s help in any way. Help, I need somebody» …
Zu Demaart
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