Gleich am frühen Morgen des ersten Tages standen mehrere Workshops auf dem Programm der «Réunion européenne des étudiants luxembourgeois» (REEL). Die Studenten beschäftigten sich zunächst damit, die ACEL «Association des cercles étudiants luxembourgeois» als Studentenvertretung zu optimieren. Die Studentenschaft repräsentiert zwar alle luxemburgischen Studenten, setzt sich allerdings nur aus jenen zusammen, die einer Studentenvereinigung angehören. Vor diesem Hintergrund wurde festgehalten, dass die ACEL offiziell nur Mitglieder einer Studentenvereinigung vertritt. Es wurde allerdings nach einer Möglichkeit gesucht, Studenten, die keiner Vereinigung angehören, einzubinden oder ihnen zumindest die Chance zu geben, sich aktiv bei der ACEL zu beteiligen. Der Vorschlag, laut dem diese Personen eine eigene Studentenvereinigung gründen sollten, wurde aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten verworfen. Somit bleibt diese Problematik auch nach längeren Diskussionen weiterhin bestehen.
Die Studenten erörterten anschließend, wie man mit Studentenvereinigungen umgehen soll, die nicht mehr aktiv sind. Eine Streichung aus der offiziellen Liste der Luxemburger Studentenvereinigungen wurde abgelehnt, stattdessen werden die betroffenen Vereinigungen bis auf weiteres auf „stand-by“ gesetzt.
Studienförderung an die Mobilität koppeln
Der zweite Workshop, welcher sich mit der Thematik der staatlichen Studienförderung beschäftigte, weckte besonders großes Interesse bei den Teilnehmern. Dieses Thema liegt der ACEL besonders am Herzen, da ein staatlicher Zuschuss für viele Studenten unabdinglich ist. Hier wird verlangt, dass ein Großteil der staatlichen Studienförderung an die Mobilität der Studenten gekoppelt wird. Dies bedeutet, dass Studenten welche im Ausland studieren, eine höhere Studienförderung erhalten sollen als jene, die in Luxemburg studieren. Auch der Studenten-Status sorgte während dieses Workshops für Diskussionen. In diesem Kontext geht es vor allem um die Höhe der Krankenversicherung für ausländische Studenten in Luxemburg. Diese sei aktuell zu hoch, moniert die ACEL, weil die Studenten noch keinen offiziellen Status haben. Dieser sei ihnen allerdings bereits vor zwei Jahren versprochen worden. An dieser Stelle wird eine rasche gesetzliche Reglementierung gefordert.
Um den ersten Tag abzurunden und um den feierlichen Teil des Studententreffens einzuläuten, fand nach den Workshops eine Rally durch Straßburg statt, um den REELanern die Hauptstadt des Elsass mitsamt ihren Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Highlights näher zu bringen.
Letztlich beweist die REEL bereits am ersten Tag, dass sie entgegen ihrem Ruf keine Partyveranstaltung ist, sondern dass sich ernsthaft und intensiv mit den Belangen der Luxemburger Studenten auseinandergesetzt wird, um letztere bestmöglich zu vertreten.
(Von unserem Redakteur Damien Valvasori, Straßburg)
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