Das Gesundheitsministerium warnt am Donnerstag vor einer steigenden Anzahl von Hantavirus-Fällen in Luxemburg. Der Erreger hat in dieser Jahreszeit Hochsaison. Doch dieses Jahr gab es wesentlich mehr Erkrankungen. Grund ist ein vermehrtes Aufkommen von Rötel- und Feldmäusen, die das Virus übertragen. Natürlicher Feind dieser Nager ist der Fuchs.
Die Symptome des Hantavirus ähneln einer Grippe: Nach einer Inkubationszeit von einer bis sechs Wochen bekommt der Patient hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Kopfschmerzen. Die Erreger können auch die Lunge oder Nieren befallen und Blutungen auslösen.
Kot von Nagetieren
Das Hantavirus wird über den Kot von Nagetieren, vor allem von Mäusen, verbreitet. Der Mensch nimmt den Erreger über die Atemluft auf. Die Krankheit ist heilbar, kann aber in seltenen Fällen tödlich sein. Gegen den Erreger kann man sich nicht impfen lassen. Auch gibt es keine spezifischen Medikamente zur Behandlung. Dennoch sollte man bei Verdacht einen Arzt aufsuchen.
Infizieren kann man sich vor allem bei Arbeiten im Wald und im Garten. Auch aufgewirbelter Staub auf Speicherböden kann das Virus übertragen. Das Gesundheitsministerium rät bei Garten- und Waldarbeiten Handschuhe zu tragen und gegebenenfalls einen Mundschutz aufzusetzen.
Zu Demaart
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