Samstag17. Januar 2026

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Guy Greivelding im Gespräch

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Dieser Tage werden die Wahlzettel an die Beschäftigten bei der Bahn und des öffentlichen Dienstes versendet (bei den CFL kann über Briefwahl angestimmt werden, auch wenn in den Betrieben eine Abgabe in den bereitgestellten Urnen möglich ist).

Wir sprachen mit dem Präsidenten des FNCTTFEL-Landesverbandes, der mit 78 Kandidaten bei den CFL antritt und die führende Position hier behaupten und ausbauen möchte.

Guy Greivelding verweist auf die gemeinsame Liste mit dem OGBL bei der Stadt Luxemburg, die unter dem Namen OGBL läuft und wo man sich, dank der gemeinsamen Anstrengungen gute Resultate erhofft. Viele Programmpunkte, die für die CFL gelten, werden auch hier sozialpolitisch verteidigt.

Ganz allgemein, so Greivelding, tritt der Landesverband für eine zukunftsorientierte Transportpolitik mit Schwerpunkt auf der Eisenbahn und Schaffung neuer Arbeitsplätze in dem Bereich ein. Dies soll im Rahmen eines integrierten Bahnbetriebes geschehen. Die FNCTTFEL wehrt sich seit langem gegen weitere Filialisierungen und Auslagerungen von CFL-Aktivitäten. Der öffentliche Transport soll kontinuierlich ausgebaut werden; dies bedeutet Investitionen in Infrastruktur, Angebot, Material und Personal.

Ein Sozialarbeiter einstellen

So sollen die sicheren Arbeitsplätze bei der Bahn auch künftig erhalten bleiben. Ausreichende Neueinstellungen entsprechend den Bedürfnissen seien, so Greivelding, auch ein Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Für die CFL verlangt der Landesverband weiter die Einstellung eines Sozialarbeiters, eine gute Aus- und Weiterbildung für das Personal und die Praktikanten. Die Examenprogramme müssten überarbeitet werden und eine gründliche Vorbereitung hierauf müsse ermöglicht werden. Auch soll künftig die praktische Tätigkeit während der Praktika bei den Examen berücksichtigt werden.

Der Gewerkschaft liegen weiter die strikte Einhaltung der Arbeitsbedingungen und vernünftige Dienst- und Urlaubspläne am Herzen ebenso wie die konsequente Bekämpfung von Stress und Hetze sowie von Mobbing am Arbeitsplatz.

Doch auch Umweltschutz, eine ergonomische Arbeitsinfrastruktur und weitere Verbesserungen der Betriebs- und Arbeitssicherheit stehen auf der Forderungsliste des FNCTTFEL-Landesverbandes ebenso wie die Einrichtung eines betriebseigenen Kinderhortes und einer Kantine; eine Forderung, bei der die Gewerkschaft bislang bei der Direktion auf Granit biss.

Gehälterreform: nachverhandeln

Schließlich möchte die Gewerkschaft, so ihr Präsident, im Rahmen der Gehälterreform und der Statutenreform nachverhandeln, da es hier einige Ungereimtheiten gebe. Die Härtefälle in der CFL-Gehältertabelle sollen endlich verschwinden und die alten Forderungen nach der Einführung der 35-Stunden-Woche und der vollen Wiedereinführung des Index-Systems sind weiterhin aktuell.

Mit diesen Argumenten hofft die FNCTTFEL überzeugen zu können, denn auf Wahlgadgets verzichtete die Gewerkschaft diesmal: der Gegenwert wurde an Hilfsorganisationen gespendet.