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Grundbelastung steigt

Grundbelastung steigt

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Entwarnung seitens der Regierung. Es herrscht kein Wassernotstand. Sorgen bereitet hingegen die zunehmende Grundbelastung des Wassers.

Seit Freitag 12:30 Uhr wird kein Wasser mehr aus dem Stausee in das Luxemburger Wasserversorgungsnetz eingespeist. Eine Vorsorgemaßnahme nach dem Pestizid-Unfall vom 17. September. Die Wolke mit Metazachlor werde an der Staumauer erwartet, so Umweltministerin Carole Dieschbourg am Freitag. Dank der Ersatzlösung, Wasser aus Reservequellen der Sebes und zusätzliches Wasser aus den kommunalen Quellen, sei die Wasserversorgung garantiert, so Dieschbourg. «Das Wasser ist sauber und kann getrunken werden.» Einen Wassernotstand gebe es nicht.

Proben

Am Freitag wurden am Messpunkt an der Staumauer noch keine Spuren des Pestizids gemessen. Wasserexperten erwarten aber in den kommenden Tagen, dass der Stoff an der Rohrwasser-Entnahmestelle auftauchen wird. In welcher Tiefe, ist noch unklar.

In den kommenden Tagen will man mit Hilfe der SEBES-Wasseraufbereitungsanlage prüfen, in wie weit man den Stoff Metazachlor abbauen kann, heißt es am Freitag in einer Mitteilung der Regierung,

Sorgen bereitet hingegen die zunehmende Grundbelastung des Wassers mit Pestiziden und anderen Schadstoffen. Hier müssten schnell Maßnahmen ergriffen werden, so Dieschbourg. Unter anderem soll mit den Landwirten stärker kooperiert werden. Eine interministerielle Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit weiteren Maßnahmen. Ausgedehnt werden sollen die Wasserschutzzonen, intensiviert die Wasserproben.

Wer für die Verschmutzungskosten bezahlen soll, ist derzeit nicht klar. Der Sebes entstehen durch die Ersatzlösung 50.000 bis 100.000 Euro Zusatzkosten, so Dieschbourg. Dabei seien die verstärkt durchgeführten Analysen im Staatslaboratorium darin nicht berücksichtigt.