Samstag31. Januar 2026

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Großherzog besucht Bauernhof

Großherzog besucht Bauernhof
(© Editpress/jean-claude Ernst)

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Großherzog Henri und Landwirtschaftsminister Fernand Etgen waren am Mittwoch zu Gast auf dem Bauernhof von Jean-Jacques Ludovicy. Der Staatschef informierte sich dort über Wasserschutz.

Am Mittwoch war Großherzog Henri in Begleitung von Landwirtschaftsminister Fernand Etgen in Harlange-Poteau zu Gast auf dem Bauernhof von Jean-Jacques Ludovicy. Der Staatschef informierte sich dort über Wasserschutz im Allgemeinen, und mögliche Maßnahmen der Landwirtschaft den Wasserschutz betreffend im Speziellen.

Der Gastgeber

Der Hof Ludovicy aus Baschleiden wird seit drei Generationen betrieben. Jean-Jacques Ludovicy, seine Partnerin und sein Vater arbeiten als „Vollzeit“-Bauern auf dem Hof und bestreiten ihren Lebensunterhalt mit dem Betrieb.

Dieser hat rund 90 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und ca. 260 Rinder (davon 65 Milchkühe). Seit 2011 funktioniert der Hof an zwei Standorten, ein Aussiedlerhof auf Harlange-Poteau behob die räumliche Enge in „Baschelt“.

Der Hof hat zwei Solaranlagen, die jährlich rund 54.000 Kilowatt-Stunden Strom produzieren; eines der Zukunftsprojekte ist, die gesamte benötigte Energie für den Hof selbst herzustellen. clc

Das Datum des Besuchs – 20. Mai – ist der Welttag der Biene. Der Bezug ist schnell gemacht: Bienen sind ein sehr wichtiger Bio-Indikator; der Raps, und v.a. seine Blüten natürlich, sind wichtig für Bienen; Raps wird in Luxemburg sehr viel angebaut; die Raps-Kultur weist einen hohen Pflanzenschutzbedarf auf; hier wurde bisher v.a. Metazachlor eingesetzt – genau das Pestizid, das nach einem Unfall im September 2014 im Einzugsgebiet des Stausees für viel Aufruhr in Luxemburg sorgte und wohl so manchen Stein ins Rollen brachte.

Der Stausee ist ein äußerst wichtiges Trinkwasser-Reservoir für Luxemburg, in seiner direkten und weitläufigeren Umgegend sind dementsprechend Schutzzonen ausgewiesen. In einer Gegend, wo viel Landwirtschaft betrieben wird.

Komplex

Landwirte müssen/sollen einen dementsprechend großen Beitrag in punkto Wasserschutz leisten. Gastgeber Jean-Jacques Ludovicy sowie Berufskollege Marco Koeune gaben hierzu Erklärungen ab. Des Weiteren stellten staatliche Verwaltungen Maßnahmen und Projekte vor, ebenso wie der „Naturpark Uewersauer“ sowie die für den Stausee zuständige Sebes. Zum Abschluss lieferten Abiturienten der Ettelbrücker Ackerbauschule den Beweis ab, dass auch bereits in der Ausbildung Wert auf Wasserschutz und nachhaltige Bewirtschaftung gelegt wird.

Nach sechs „Ateliers“ und rund anderthalb Stunden hatten der Großherzog sowie die zahlreichen Gäste einen guten Einblick in den Ist-Zustand erhalten und einen breiten Überblick über die komplexe Thematik des Wasserschutzes bekommen. Abgeschlossen wurde die großherzogliche Visite mit einer Führung durch die Anlagen des Aussiedlerhofs auf dem „poteau de Harlange“.

Das Tageblatt wird in seiner Ausgabe vom 21. Mai (Print und Epaper) auf einer Doppelseite die Thematik des Wasserschutz ausführlich beleuchten.