Für das Jahr 2013 rechnet das Luxemburger Hotel- und Gaststättengewerbe mit einem kräftigen Umsatzplus. Zum ersten Mal werde die Marke von zwei Milliarden Euro überstiegen, so der Tenor der Branche auf der Pressekonferenz am Dienstag in der „Chambre du commerce“. Alleine der Hotelsektor in Luxemburg verzeichnete ein Plus von 4,3 Prozent.
Und der Sektor erweist sich auch als Jobmotor. Allein im vergangenen Jahr wurden 1.850 neue Mitarbeiter in Hotels, Restaurants und Cafés eingestellt.
„Mich freut es besonders, dass die meisten dieser neuen Arbeitsverhältnisse einen ‚Contrat à durée indéterminée‘ (CDI) haben“, sagte Arbeitsminister Nicolas Schmit. „Das bedeutet nämlich, dass es sich hier um eine reguläre Beschäftigung und nicht um prekäre Arbeitsverhältnisse handelt.“
Bierbrauer investieren massiv
Positiv ist für Schmit auch, dass die meisten neuen Arbeitsverhältnisse über die ADEM vermittelt wurden.
„68 Prozent der Firmen im Hotel- und Gaststättenbereich haben über die ADEM ihr Personal gefunden“, so Nicolas Schmit weiter.
Das beweise, dass die ADEM deutliche Fortschritte bei der Arbeitsvermittlung gemacht habe, sagte der Minister. „Außerdem haben wir viel investiert, um vor allem die jungen Menschen in eine Ausbildung zu bringen“, erklärte Schmit.
Besser als sein Ruf
Außerdem sei der Sektor wesentlich besser als sein Ruf. „Im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es auch Arbeitsplätze für hochqualifizierte Arbeitnehmer.“
Auch die Luxemburger Bierbrauer geben sich für die Zukunft optimistisch. „Wir wollen weiter investieren“, sagte Georges Lentz Jr., Geschäftführer der Brauereigruppe Bofferding. Die Investitionen der Brauer in das Hotel- und Gaststättengewerbe in Luxemburg betragen dieses Jahr über 4,5 Millionen Euro.
Und die Zahl der Akteure auf dem Luxemburger Markt wächst. „Wir waren noch vor ein paar Jahren nur drei Brauer im Land, heute sind wir sieben“, so Lentz weiter. „Und 360 Menschen arbeiten direkt bei unseren Brauereien.“
(Stefan Osorio-König/Tageblatt.lu)
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