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EZB prüft 6 Banken aus Luxemburg

EZB prüft 6 Banken aus Luxemburg
(Tageblatt-Archiv/Stefan Osorio-König)

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Die Europäische Zentralbank (EZB) will in den nächsten zwölf Monaten 128 Banken aus den 18 Euro-Ländern auf Herz und Nieren prüfen. Auch sechs Institute aus Luxemburg müssen sich den Prüfern stellen.

Sechs Banken aus Luxemburg müssen sich dem Banken-TÜV stellen, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das sind neben der «Spuerkees» auch Clearstream Banking, Precision Capital S.A, RBC Investor Services Bank S.A., State Street Bank Luxembourg S.A. und UBS (Luxembourg) S. A.. Die betroffenen Institute müssen in dem Test ein Eigenkapitalpolster von acht Prozent ihrer Bilanzrisiken vorweisen.

Eine eingehende Überprüfung der Bankbilanzen zum Stichtag 31. Dezember 2013 und ein Stresstest der Überlebensfähigkeit der Institute in einer Krise sollen die Voraussetzungen schaffen, dass die Notenbank im November 2014 die Aufsicht über die wichtigsten Banken der Euro-Zone übernehmen kann.

Grenzfälle beim Banken-Test

«Transparenz ist das vorrangige Ziel», sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Die Banken in Europa hätten zwar in den fünf Jahren seit der Finanzkrise schon viel getan, um ihre Bilanzen aufzuräumen und ihre Geschäftsmodelle umzubauen. Sie hätten 225 Milliarden Euro Kapital eingesammelt und weitere 275 Milliarden Euro an Staatshilfen erhalten, erklärte die EZB. Trotzdem sei an den Finanzmärkten der Eindruck haften geblieben, dass die Bilanzen der Banken nicht transparent genug seien und in ihnen noch unerkannte Risiken schlummerten. «Wir erwarten, dass diese Überprüfung das Vertrauen des privaten Sektors in die Banken der Euro-Zone und in die Qualität von deren Bilanzen stärken wird», erklärte Draghi.

In dem dreistufigen Test nimmt die EZB alle Banken unter die Lupe, die in einem Jahr von ihr beaufsichtigt werden könnten – also auch Grenzfälle, die etwa knapp unter der dafür festgelegten Schwelle von 30 Milliarden Euro Bilanzsumme liegen. Die Entscheidung, wer tatsächlich unter die Ägide der EZB kommt, fällt erst im nächsten Jahr auf Basis der Jahresabschlüsse 2013. Die 24 deutschen Teilnehmer decken nach Angaben der Bundesbank und der Finanzaufsicht BaFin 65 Prozent des Bankensektors ab – europaweit sind 85 Prozent erfasst.