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«Europa soll erwachen»

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Auf der place de l'Europe auf Kirchberg wird am Montagabend demonstriert. Es soll im Rahmen der Flüchtlingskirse ein Zeichen gesetzt werden.

Privatpersonen haben um 18.00 Uhr am Montag zu einer großen Demonstration auf der place de l’Europe auf Kirchberg in der Hauptstadt Luxemburg aufgerufen, um sich für menschliche Lösungen in der Flüchtlingsfrage stark zu machen. Ihnen angeschlossen haben sich sämtliche Jugendorganisationen der Luxemburger Parteien sowie aus nicht weniger als 34 Ländern.

Europa solle erwachen und endlich begreifen, dass es dabei ist, mit seinen Grundwerten zu spielen, heißt es in einem Begleitschreiben zum Aufruf zur Veranstaltung. Die Flüchtlingsfrage könnte zu der größten menschlichen Herausforderung für Europa seit dem 2. Weltkrieg werden, warnen die ausrichtenden Privatpersonen um den Menschenrechtsaktivisten Serge Kollwelter. Werde das Problem mit Menschlichkeit angegangen, könnte dies Europa und die gesamte Menschheit voranbringen. Gehe man das Problem jedoch mit Buchhalter-Mentalität an, könnte es zu einem Moment werden, für den sich ganze spätere Generationen schämen müssten. Es sei falsch, Angst vor Menschen zu haben, die mit ihren Kindern vor Terror und Krieg flüchten. Vielmehr sollte man sie offenen Herzens aufnehmen und in die europäische Gesellschaft integrieren, die hierdurch bereichert würde.

Die Jugendlichen machen mit

Dem Aufruf der Menschenrechtler hatten sich kurz danach die Luxemburger Jugendorganisationen der Parteien angeschlossen. Inzwischen hat dieser zweite Aufruf Echo bei über 60 Jugendorganisationen aus Ländern aus ganz Europa gefunden, darunter Ungarn, Mazedonien, Armenien, der Türkei und der Schweiz. In diesem zweiten Aufruf, der u.a. auch von den „Young European Socialists“, dem „European Youth Forum“, den „European Liberal Youth“, der „International Union of Socialist Youth“, den „Jeunes Démocrates Européens“ und der „Federation of Young European Greens“ unterzeichnet ist, wird an die politische Führung Europas appelliert, aktiv zu werden. Progressive Werte in Europa könnten nicht auf Intoleranz, Rassismus, Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit gedeihen. Die Jugend Europas sei nicht gewillt, dem Leiden der Flüchtlinge stillschweigend zuzusehen. Aus diesem Grunde wollen sie dazu beitragen, den Druck auf die europäischen Verantwortlichen zu erhöhen.

Das Stichwort des Tages lautet #solidaritynow. Unter dem Hashtag können den ganzen Tag über Fotos und Kommentare gepostet werden. Ab 18 Uhr will man sich an der Demonstration auf Kirchberg beteiligen, auf der nach einer Einleitung von Monique Dabé der Menschenrechtsaktivist Serge Kollwelter das Wort an die Anwesenden richten wird.

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