Freitag30. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

«Es wurde kein Druck ausgeübt»

«Es wurde kein Druck ausgeübt»

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die Baueren-Allianz weist in einer Mitteilung die Vorwürfe zurück, sie hätte Druck auf Kulturministerin Nagel ausgeübt wegen des Baus eines Kuhstalls in der Nähe historischer Mosaike in Vichten.

Ein Bauer aus Vichten wollte seinen Kuhstall ausbauen und ein neues Gülle-Reservoir bauen. Auf dem Gelände, wo das Projekt verwirklicht werden sollte war Anfang der 1990er Jahr aber ein römisches Mosaik entdeckt worden. Der Landwirt musste daraufhin auf sein Projekt an dieser Stelle verzichten und wurde dafür vom Staat finanziell entschädigt. Nun meldete RTL aber am Donnerstag, dass versucht wurde über die Kulturministerin Druck auf die zuständige Denkmalschutzkommission auszuüben, damit diese eine frühere Entscheidung zurücknehme.

Die Ministerin dementierte. Und am Freitag stellte auch die Baueren-Allianz klar, dass weder Präsident Camille Schroeder noch Vize-Präsident Marco Koene Druck auf die Kulturministerin ausgeübt haben. Die Bauern-Allianz helfe ihren Mitgliedern bei allen prozeduralen Anliegen, so auch im Falle des Kuhstall-Ausbaus in Vichten, so die Baueren-Allianz. In diesem Zusammenhang war aber lediglich ein Treffen mit allen Beteiligten beantragt worden, um eine geänderte Version des Projektes vorzustellen, betont die Interessenvertretung in einer Mitteilung.

Es wird immer mehr verlangt

Die Vereinigung erinnert auch daran, dass laut Gesetz jeder Landwirt bis 2016 die Kapazität seiner Gülleanlagen auf das Volumen von sechs Monaten Lagerzeit erhöhen muss. Ein Ausbau sei da oft unausweichlich. In diesem Zusammenhang würden die landwirtschaftlichen Investitionen von der EU und dem Luxemburger Staat gefördert werden. Sie seien aber strengen Kriterien unterworfen. Ziel sei es, die Ernährungssouveränität zu erhalten. Diese Regeln gelten auch für den Betrieb in Vichten.

Die Vereinigung erklärt schließlich, dass die Natur und die Kultur respektiert werden müssten. Kulturlandschaften würden aber von jeher von Bauernhand geprägt. Die Landwirtschaft sei für die Lebensmittelherstellung verantwortlich. Deshalb müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es den Bauern erlauben in Ruhe ihre Arbeit zu verrichten.