Montag12. Januar 2026

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Entscheidung zum zweiten Mal vertagt

Entscheidung zum zweiten Mal vertagt

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Die Finanzierung der Arbeiten der kostenmäßig immer weiter aus dem Ruder laufenden interkommunalen Schwimmhalle „Nordpool“ wird zur Belastungsprobe für den Colmar-Berger Gemeinderat. Schon zum zweiten Mal weigerten sich die Räte, zusätzliche Ausgaben zu stimmen.

Schöffin Malou Kasel-Schmit leitete anstelle des wegen eines Krankenhausaufenthalts verhinderten Bürgermeisters Gast Jacobs am vergangenen Donnerstag die Sitzung. Waren eingangs für den Bau der neuen interkommunalen Schwimmhalle in Colmar-Berg 11 Millionen Euro eingeplant gewesen, mussten im vergangenen Jahr schon einmal 2,3 Millionen Euro zusätzlich gestimmt werden. In einer Ratssitzung vor einigen Wochen hieß es dann, man benötige noch weitere Gelder in Höhe von 910.000 Euro. Weil aber die zusätzlichen Ausgaben den Räten unklar waren, verlangten diese Aufklärung vom Schöffenrat darüber und der Punkt wurde vertagt. Mit dieser zusätzlichen Ausgabe bewege man sich dann im Rahmen von 14,6 Millionen Euro für die Schwimmhalle, wie Bürgermeister Gast Jacobs damals sagte. Am Donnerstag brachte der Schöffenrat unter Leitung der Schöffin Malou Kasel-Schmit die 910.000 Euro noch einmal zur Debatte.

In der zusätzlich benötigten Summe seien ebenfalls 470.854 Euro an ausstehenden Rechnungen von schon geleisteten Arbeiten der beteiligten Firmen enthalten.

Unmut bei der Rätin

Gerade dieser Umstand sorgte bei der Rätin Georgette Weber für großen Unmut. Sie bemängelte, dass diese Kosten eigentlich in den zusätzlichen 2,3 Millionen Euro vom letzten Jahr enthalten sein müssten und verlangte Aufklärung, weswegen der Betrag nun höher geworden sei.

Für die restlichen 439.000 Euro sollen dann Arbeiten wie die benötigte Zugangsrampe für Gehbehinderte, Fassadenverkleidungen, ein Überdach für den Eingang sowie Geländer und Sichtschutz verwirklicht werden. Die Räte Laurent Berchem und Steve Holtgen bezweifelten, dass es mit dieser Summe dann getan sei und befürchten weitere Kostenexplosionen. Rat Steve Holtgen machte darauf aufmerksam, dass alleine für die Zugangsrampe drei Varianten auf dem Tisch liegen würden. Auch fehlten hier ebenfalls wieder wichtige Dinge wie z. B. eine Beleuchtung der Rampe in der Auflistung.

Verlorenes Vertrauen

„Ech hunn d’Vertrauen an d’Konten verluer“, brachte Rätin Georgette Weber die Sache auf den Punkt.
Die Räte verlangten eine Unterredung mit dem Planungsbüro zwecks Klärung des Sachverhaltes.

Aus diesem Grund wurde jetzt schon zum zweiten Mal die Abstimmung für die 910.000 Euro vertagt. Für die Vertagung stimmte ebenfalls der frühere Bürgermeister und jetzige Rat Fernand Diederich. In seiner Amtsperiode lagen die Planungen und der größte Teil der Arbeiten an der Immobilie. Der heutige Bürgermeister Gast Jacobs war zur jener Zeit Schöffe. Von Diederich gab es am Donnerstag während der Debatte wenig zum Thema zu hören.