Computer und Technik beherrschen unseren Alltag in allem Lebensbereichen. Seien es die Apps auf dem Smartphone oder die elektronische Bedienung der Waschmaschine, immer hatte ein Programmierer seine Finger im Spiel.
Um dieser Entwicklung entgegenzukommen, veranstalten der Script („Service de coordination de la recherche et de l’innovation pédagogiques et technologiques“) des Bildungsministeriums und der „Service national de la jeunesse“ (SNJ) das sogenannte „Makerfest“.
Dies ist eine Messe, die vor allem Kindern und Jugendlichen die Welt der modernen Technik näher bringen und ihnen die Möglichkeit bieten soll, deren Vorgänge aktiv mitzuerleben und zu verstehen.
Roboter und 3D-Drucker
Auf dieser zweitägigen Messe, die am 19. und 20. Dezember im „Forum Geesseknäppchen“ stattfindet, können die Besucher an einer Vielzahl von Workshops rund um das Thema moderne Technologien teilnehmen. Bauen und Steuern von Robotern, Programmieren von Apps und Computerspielen oder Basteln von elektronischem Weihnachtsspielzeug – auf dem „Makerfest“ kommt so schnell keine Langeweile auf.
Auch Aktivitäten, die einen nicht sofort an Computer denken lassen, werden angeboten. Eine davon ist das Bedrucken von personalisierten T-Shirts. Ein weiteres Highlight ist eine schwebende Scheibe, auf die man sich setzen kann und die mit einem umgebauten Laubbläser in Betrieb genommen wird.
Nicht nur für Jugendliche
Da Informatik und Technologie oftmals als sehr kompliziert angesehen werden, sollen Workshops dieser Art den Kindern die Angst vor einer Beschäftigung in diesen Bereichen nehmen. Dass dies gelingt, ist auch von wirtschaftlicher Bedeutung.
Ferner trägt das klassische Rollenverständnis dazu bei, dass Mädchen nicht selten von einer manuellen Tätigkeit abgeneigt sind.
Auch hier hat sich das „Makerfest“ die Aufgabe gesetzt, diese Stereotypen zu brechen und Mädchen zu zeigen, dass das Werkeln am Rechner nicht nur den Jungs überlassen ist. Natürlich visiert das Event in erster Linie die Jugendlichen. Doch auch das Lehrpersonal soll den Ansporn bekommen, die hier vorgestellten Themen in den eigenen Lehrplan mit einzubauen und bestenfalls den meist trockenen Informatikkurs in der Schule auf eine neue Ebene zu stellen.
Ein Raum für Kreativität
Im Zentrum des Events steht ein Projekt mit dem Namen „Bee Creative“, welches seit einem Jahr den jungen Menschen eine Plattform bietet, um ihre Begeisterung für die Elektronik auszuleben. Diese Plattform äußert sich in der Form von „Makingspaces“. Das sind Räume, die mit modernem Equipment, vom 3D-Drucker über Videokameras bis hin zu Laser-Schneidmaschinen, ausgestattet sind.
Der Großteil dieser „Makingspaces“ befindet sich in Schulen und ist demnach den Schülern vorbehalten. Das „Forum Geesseknäppchen“ jedoch stellt einen Raum bereit, der für jedermann zugänglich ist. Wie alle „Makingspaces“ wird auch dieser von ausgebildeten Fachkräften betreut, die die Nutzer in deren Tun unterstützen. Sowohl bei der Beratung als bei der Umsetzung des individuellen Projektes stehen einem die Betreuer zur Seite. Anders als im Klassenraum besteht hier ein gleichrangiges, beinahe freundschaftliches Verhältnis zwischen den Lehrer und Schüler.
„Makingspaces“ für jedermann
Die jeweiligen Betreuer befinden sich zu vorgeschriebenen Zeiten im „Makingspace“ und können dann besucht werden. Außerdem sind individuelle Workshops auf Termin vereinbar.
Details befinden sich auf www.bee-creative.lu/workshops.
Das „Makerfest“ im „Forum Geesseknäppchen“ ist noch am Dienstag, den 20. Dezember zwischen 9.00 und 16.00 Uhr für alle Interessierten zugänglich.
Zu Demaart
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