Am Dienstag wurde das Projekt «Jugendwunnen» der Nordstadtjugend offiziell in Ettelbrück vorgestellt. Dabei handelt es sich ein Wohnprojekt, das jungen Leuten im Alter zwischen 18 und 27 Jahren den Auszug aus der elterlichen Wohnung und den Einzug in ihre eigenen vier Wände vereinfachen soll.
Beim Forum «Jugendtisch 2015 – Junge Menschen und Wohnen» wurde auf die Probleme der Jugendlichen aufmerksam gemacht, eine angemessene eigene Wohnung zu finden. Die beiden «Nordstad-Jugendhäuser» in Diekirch und Ettelbrück bestätigten dies. Daraufhin setzten sich Vertreter des Wohnungsbauministeriums, des Bildungsministeriums, der Kinder- und Jugendhilfsstellen sowie der Nordstadgemeinden zusammen, um Lösungen für die Wohnungsnot der jungen Leute auszuarbeiten. Die 2007 ins Leben gerufene Nordstadjugend nahm ebenfalls an den Gesprächen teil. Neun Gemeinden (Diekirch, Ettelbrück, Erpeldingen, Colmar-Berg, Schieren, Feulen, Schieren, Mertzig und Bettendorf) sind Mitglied der Vereinigung.
In den Ex-Wohnungen des LTPS
Im letzten Jahr dann wurden in Ettelbrück mehrere Wohnungen frei, die bisher vom Gesundheitslyzeum (LTPS) genutzt wurden. Sie sollten für das Projekt «Jugendwunnen» genutzt werden.
Die ersten Einschreibungen erfolgten im März dieses Jahres. In den ersten zwei Monaten gingen 27 Anträge auf eine Wohnung bei den zuständigen Stellen ein, heißt es seitens der Nordstadjugend. Der erste Jugendliche sei am 1. April in seine neue Wohnung eingezogen.
Insgesamt stehen acht Wohnungen zur Verfügung. 14 Personen können dort leben. Es gibt Einzelzimmer mit Dusche, Doppelzimmer mit Dusche sowie Doppelzimmer mit Dusche und Küchenecke. In den Gebäuden befindet sich aber auch eine Gemeinschaftsküche, ein großer Aufenthaltsraum und ein Waschraum, heißt es in der Mitteilung.
Wohnen nach Regeln
Jugendliche, die in die Wohnungen einziehen müssen innerhalb der ersten drei Monate nach ihrem Einzug eine «Beschäftigung» nachweisen können. Neben dem «Beherbergungsvertrag» unterschreibt der Jugendliche einen sogenannten «Perspektivvertrag», wo festgehalten wird welche Ziele in seiner Zeit beim «Jugendwunnen» erreicht werden sollen und eine Hausordnung.
Die «Nordstad»-Gemeinden sind aber nicht die einzigen, die ein solches Projekt für Jugendliche ins Leben rufen. Ein zweites «Jugendwohnprojekt» soll Anfang 2016 in Monnerich funktionieren.
Zu Demaart
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